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Holzheim lässt sich einlullen

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
TSV Griedel - TuS Holzheim  28:27 (17:12)

Das letzte, zu einer herben Enttäuschung ausgeartete Auswärtsspiel des TuS Holzheim in der Handball-Landesliga Hessen vor der Winterpause kam einem mitunter wie ein Zusammenkommen zum Adventskaffee in der Butzbacher Sporthalle vor. In einem von der Atmosphäre her über weite Phasen fast schon heimelig anmutenden Umfeld wollte die eine, weil nur mit neun Feldspielern angetretene Mannschaft (TSV Griedel) nicht viel mehr als den Gegner einlullen, und die andere (TuS Holzheim) präsentierte sich gegen das langatmige Ballgeschiebe in gönnerhafter, vorweihnachtlicher Geberlaune. Dass die Ardecker nicht in der Lage waren, eine derart biedere Mannschaft wie den Vorjahresaufsteiger zu bezwingen und nach 60 maßlos enttäuschenden Minuten mit 27:28 (12:17) verloren, schockierte Trainer Chritian Bittkau regelrecht. „Wir haben auswärts ja schon einiges liegen lassen, aber diese Leistung heute hat alles im negativen Sinne getoppt. Hier darfst du nicht verlieren.“ Das sollte nicht despektierlich gegenüber den Einheimischen klingen, sondern war das Ergebnis einer Analyse der eigenen Leistung.
Die behäbige Spielweise der Griedeler kam Holzheim zwar nicht entgegen, aber anstatt die unzähligen durchaus gut ins Zeitspiel gezwungenen Angriffe auch bis zuletzt konsequent zu verteidigen, pennte kurz vor dem Abpfiff meistens irgendwo dann doch einer und es setzte Gegentore. Bittkau agierte von Anfang an mit einer 5:1-Deckung gegen TSV-Spielmacher Nils Siek, aber ein Festhalten an der gleichen Abwehrstrategie, als sich Griedels Haupttorschütze an den Kreis fallen ließ und Steffen Strasheim im mittleren Rückraum auflief, erwies sich nicht als die glücklichste Ausrichtung. Denn irgendwie kam die Kugel dann doch immer wieder an den Kreis oder zu den Außen, die zur Pause eine 17:12-Führung herauswarfen.
„Außerdem war von dem großartigen Tempospiel, das uns gegen Linden so stark machte, nichts zu erkennen“, erkannte Holzheims Coach seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche kaum wieder. Auch ohne Tempospiel hätte es reichen müssen, die Wetterauer mit spielerischem Geschick zu bezwingen. Was der TuS-Angriff jedoch an hundertprozentigen Gelegenheiten (drei verworfene Siebenmeter und rund ein halbes Dutzend ausgelassener Gegenstöße) verballerte, ging auf keine Kuhhaut. Zu Beginn der zweiten Hälfte schien die Begegnung kippen zu können. Die Aarhandballer, bei denen in der Summe Dominik Lazzaro und Davin Nink die einzigen Lichtblicke waren, schlossen von 12:17 zum 16:17 auf. Aber wann immer sich die Gelegenheit bot, die konditionell immer mehr auf dem Zahnfleisch kriechenden Griedeler ins Schwitzen zu bringen, ging die Kaltschnäuzigkeit wieder verloren: Maximilian Schenk und David Schwarz verwarfen zwei Strafwürfe, Tobias Baum und Marco Becker vergeigten zwei Tempogegenstöße – so kannst du in der Landesliga nicht gewinnen. „Wir haben viel zu viel Harakiri gespielt“, schüttelte Bittkau auch über einen absurden Gegenstoßpass von Marco Becker beim Stand von 26:26 fassungslos den Kopf. Es wäre die Chance gewesen, zum ersten Mal nach dem 4:2 wieder in Führung zu gehen und die Partie doch noch zu einem Happy-End zu führen, das sich der TuS nach dieser Vorstellung aber auch nicht verdient gehabt hätte. Moritz Rompel egalisierte noch einmal zum 27:27, aber auf den einzigen Treffer durch Jan Schepp hatte die Bittkau-Sieben keine Antwort, weil keine Zeit mehr, sodass es mit leeren Händen zur Weihnachtsfeier ging.

Griedel: Roth, Bonn - S. Siek (7/2), Strasheim (1), Grieb (3), N. Siek (6/1), Kipp (3), Schepp (1), Noll, Krüger (6), Dietz (1).
Holzheim:
Linke, Marcel Schenk - Nink (4), Rompel (2), Becker (2/1), Giebenhain (1), Lazzaro (4), Wolfgram (2/1), Dettling, Grandpierre (1), Maximilian Schenk (6/3), Hien (2), Baum (2), Schwarz (1/1).
Schiedsrichter: Jens Rudert/ Hendrik Glaab (TV Großwallstadt/TV Hösbach).
Zuschauer: 100.
Zeitstrafen: 4:2.
Siebenmeter:
4/3:9/6.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Griedels Lukas Kipp (44., grobes Foulspiel).

Verfasst am 16.12.2018 00:19 von René Weiss



Sieg gegen Griedel wäre eminent wichtig

Vorschau aufs Wochenende

Frauen, Bezirksliga A:
FSG Holzheim/Limburg – TuS Nordenstadt II (Freitag, 20.15 Uhr)

Die Frauenspielgemeinschaft eröffnet das letzte Handballwochenende des Jahres bereits am Freitagabend gegen den Tabellenletzten TuS Nordenstadt II. Dem Team von Trainer Stephan Hien, das gegen die FTG Frankfurt, Dotzheim und Seckbach dreimal in Folge als Sieger von der Platte ging, bietet sich die große Gelegenheit, zum ersten Mal seit langem wieder den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Danach sah es vor wenigen Wochen nicht unbedingt aus für die Kombinierten aus Holzheim und Limburg.


Männliche A-Jugend, Bezirksoberliga:
JSG Schwarzbach – TuS Holzheim (Samstag, 16.30 Uhr)

Weil das Holzheimer Heimspiel gegen den TV Idstein vor einer Woche (Idstein standen nicht genügend Spieler zur Verfügung) ausfiel, liegt es nicht mehr in den Händen der Ardecker, als Tabellenführer ins neue Jahr zu gehen. Weil Spitzenreiter Goldstein gegen Langenhain klarer Favorit ist, stehen die Zeichen eher auf Verfolgerrolle für die Mannschaft von Stefan Wolfgram. Der TuS kann inzwischen eine stolze Serie von sechs Siegen vorweisen und wird am Samstagnachmittag in Kriftel noch einmal richtig gefordert, weil der Gastgeber mit 14:6 Punkten ebenfalls noch zum ausgeglichen Spitzenquartett der Klasse zählt. Das Hinspiel endete mit 29:25 für den Nachwuchs von der Aar.


Männer Landesliga:
TSV Griedel – TuS Holzheim (Samstag, 17 Uhr)

Fünf Wochen liegen zwischen dem letzten Landesliga-Punktspiel des TuS Holzheim in diesem Jahr und dem ersten nach Silvester. Zeit, um sich die erste Saisonhälfte durch den Kopf gehen zu lassen. Zeit, um über die erbrachten Leistungen nachzudenken. Wenn Trainer Christian Bittkau und seine Spieler sich am Samstag nach der Auswärtspartie beim TSV Griedel (Spielbeginn: 17 Uhr) in die Winterpause begeben, sollen die ganz frischen Erinnerungen positiver Natur sein. Die Ardecker wollen sich, gerade weil vorerst keine Chance zur Wiedergutmachung besteht, siegreich aus dem Jahr 2018 verabschieden. Gewinnt der TuS, aktuell Neunter mit zwölf Zählern) beim Aufsteiger von 2016/17, hätte die Mannschaft von der Burg Ardeck einen Platz im gefestigten Mittelfeld im Zwischenzeugnis stehen. Eine Niederlage in Butzbach hingegen würde beim Versuch sich in beruhigendes Fahrwasser zu bewegen, einiges in der Schwebe lassen.
„Wir haben ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust. Die Mannschaft muss in diesen 60 Minuten noch einmal alles abrufen, um die zwei Punkte zu holen“, wünscht sich Bittkau ein Anknüpfen an die starke Vorstellung in der ersten Halbzeit bei der MSG Linden, als die Ardecker den Meisterschaftsfavoriten regelrecht überrannten, zwischendrin deutlich führten, sich am Ende aber doch der Klasse der Mittelhessen geschlagen geben mussten. „Es war bitter, dass wir mit leeren Händen nach Hause gefahren sind, aber die Leistung hat unsere Entwicklung bestätigt. Genau so eine Leistung brauchen wir auch nun gegen Griedel, und zwar möglichst über die kompletten 60 Minuten hinweg – kein Prozent weniger“, will der frühere Rechtsaußen gegen den Tabellenelften (8:16 Punkte) mit gleichem Personal nichts dem Zufall überlassen.
Dass Bittkau aus gutem Grund eine Leistung nahe am Optimum einfordert, um sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen, zeigt der Gegner immer wieder. Die Mannschaft von Dirk Schwellnus, gegen die Holzheim in der abgelaufenen Runde zwei Niederlagen kassierte, von denen die zweite in eigener Halle Bittkaus Vorgänger Thomas Scherer endgültig den Trainerstuhl kostete, geriet vor einer Woche gegen die starken Breckenheimer erst in den letzten drei Minuten auf die Verliererstraße, bot auch den ebenfalls nicht zu verachtenden Friedberger Paroli und entführte bereits Punkte aus Kastel und Lollar.Der größter Gefahrenherd der Gastgeber ist im mittleren Rückraum beheimatet: Nils Siek liegt mit 87 Saisontreffern auf Rang drei der Torschützenliste. 72 davon markierte er in den acht vergangenen Partien.


Männliche D-Jugend, Bezirksoberliga:
TG Rüsselsheim – TuS Holzheim (Sonntag, 13.15 Uhr)
Mit der Reaktion auf die Niederlage gegen Seulberg zeigten sich die Holzheimer Trainer Martin Horn und Miguel Esteves hochzufrieden. Holzheim kanzelte die TG Schierstein deutlich mit 40:21 ab. Der letzte Gegner war einer aus dem Tabellenkeller. Die TG Rüsselsheim, Fünfter mit 9:9 Punkten, besitzt ein höheres Potenzial. Dass die TG ein Gegner auf Augenhöhe sein kann, sahen die Holzheimer schon beim haarscharfen 18:17-Sieg am ersten Spieltag.


Männer, Bezirksoberliga:
TG Rüsselsheim – TuS Holzheim (Sonntag, 17 Uhr)

Drei Punkte hat die Holzheimer Reserve in zwölf Saisonspielen erst gesammelt, sodass das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz der Bezirksoberliga infolge des Eltviller Siegs über die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II nicht verwundert. Zwei Drittel dieses Ertrags strich die Mannschaft von Stefan Wolfgram und Johannes Schuster gleich zu Rundenbeginn ein, als gegen Rüsselsheim reichlich Landesliga-Verstärkung aushalf. Mit der einen oder anderen helfenden Hand aus der ersten Mannschaft kann auch am Sonntag ab 17 Uhr in Rüsselsheim gerechnet werden. Aber reicht das gegen den Tabellensechsten? „Wir haben ordentliche Ansätze in unserem Spiel, aber es fehlt einiges, um diese konstant abzurufen“, erkennt Stefan Wolfgram allmählich, dass der Abstiegskampf eine ganz hohe Hürde wird. Andererseits schwächelt Rüsselsheim derzeit, hat von sechs Partien lediglich eine für sich entschieden. „Wir werden wieder alles versuchen“, kündigt der TuS-Trainer an.


Weitere Jugendspielen:
Männliche E-Jugend, Bezirksliga:
TG Sachsenhausen – TuS Holzheim (Samstag, 12.30 Uhr)
Männliche D-Jugend, Bezirksliga B: TuS Holzheim II – TSV Auringen (Sonntag, 15 Uhr, in Altendiez)



Verfasst am 13.12.2018 18:56 von René Weiss



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Verfasst am 11.12.2018 16:36 von René Weiss



Pause bringt TuS aus dem Rhythmus

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
MSG Linden - TuS Holzheim  33:30 (17:21)
Bei der MSG Linden, einem Spitzenteam der Handball-Landesliga Hessen Mitte, mit 30:33 zu verlieren, ist sicherlich keine Schmach. Trotzdem gab es auf der Bank des TuS Holzheim am Samstagabend nach Spielende viele lange und enttäuschte Gesichter zu sehen. Die Art und Weise, wie die Rot-Weißen in Gießen nach einer insgesamt aber guten Vorstellung den Kürzeren zogen, setzte ihnen zu.
Irgendwo zwischen Kabine und Spielfeld kam dem TuS vor Beginn der zweiten Halbzeit die Selbstverständlichkeit abhanden, mit der die Holzheimer die Gastgeber in der ersten Halbzeit dominierten wie es zuvor nur wenige Teams geschafft hatten. Rund 23 Mal landet die Kugel in dieser Saison im Schnitt im Lindener Tor – die Ardecker erzielten sichtlich beflügelt vom Aufwärtstrend schon in den ersten 30 Minuten mit Tempogegenstößen über Marco Becker auf dem rechten Flügel, zweiter Welle und Rückraumgefahr von Robert Dettling derer 21. „Wir haben wenige Fehler gemacht und befanden uns auf dem richtigen Weg“, soweit das erfreuliche Zwischenfazit von Trainer Christian Bittkau, der von Anfang an eine 5:1-Deckung gegen Chris Grundmann aufbot. Mit flinken Fingern spitzelten die Aarhandballer immer wieder die Kugel heraus und leiteten Überlaufangriff ein. Bittkau: „Wir haben gut verteidigt.“ Zumindest im Zentrum. Die Außenpositionen hingegen rückten zu weit ein, sodass die Lindener Flügelspieler leichtes Spiel hatten und nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand (10:16, 11:17) mit dem 17:21-Pausenergebnis noch gut bedient waren.
MSG-Coach Mario Weber erkannte, dass er andere Wege gehen musste und schickte Lukas Loh für Chris Grundmann in den mittleren Rückraum. Linden fand nun häufiger den Weg über den Kreis und zeigte mit dem Ex-Dutenhofener im Aufbau mehr Variabilität. „Das hat uns Probleme bereitet“, musste Bittkau erkennen. Bei seiner jungen Mannschaft schien der Kopf ins Spiel und in die Quere zu kommen, was sich auch im Angriff bemerkbar machte. Nach Robert Dettlings Tor zum 18:23 (33.) schlossen die Mittelhessen auf. Die Einheimischen bekamen Holzheims Kreis viel besser zu packen, attackierten den wurffreudigen Dettling aggressiver und stachen damit zwei Stärken aus. „Davin Nink hat die Initiative übernommen, aber wir bekamen deutlich zu spüren, dass wir der besten Abwehr der Liga gegenüberstanden“, machte der TuS-Trainer seinen Schützlingen im Großen und Ganzen noch nicht einmal einen großen Vorwurf.
Trotzdem häuften sich nun die Fehler, die hätten ausbleiben müssen, um den ersten Sieg in Lützellinden seit dem Oberliga-Abstieg zu landen: David Schwarz vergab zwei Siebenmeter, ein Anwurf landete in Lindener Händen, ein Tempogegenstoßpass von Alexander Linke war zu lang für Bastian Grandpierre. So ging Linden beim 25:24 (47.) zum ersten Mal in Führung, die der TuS, der im zweiten Abschnitt kaum noch ins Tempospiel kam, zwar noch dreimal egalisieren, aber nicht mehr biegen konnte.

Linden: F. Weber, Schindowski - Nober (4), Jung (3), Mühlhans (4), Walter (4), Wrackmeyer, Deimer (1), Berger, Loh (2), J. Weber (5), Andermann (2), Höhn (4), Grundmann (4/4).
Holzheim: Linke, Marcel Schenk - Nink (2), Rompel (1), Becker (4), Giebenhain (2), Lazzaro (2), Wolfgram, Dettling (6), Grandpierre, Maximilian Schenk, Hien (1), Baum (3), Schwarz (9/2).
Schiedsrichter: Frank Solf/Andree Harms (TV Alsfeld/TLV Eichenzell).
Zuschauer: 285.
Zeitstafen: 3:2.
Siebenmeter: 4/4:4/2.


Männer, Bezirksoberliga:
TSG Münster II – TuS Holzheim  33:24 (18:13)

Die Holzheimer Reservisten haben auch ihr Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft von Oberligist TSG Münster verloren. Mit 24:33 (13:18) musste sich die Mannschaft von Stefan Wolfgram und Johannes Schuster in Kelkheim deutlich geschlagen geben. „Könnten wir doch nur über längere Zeit die Phasen abrufen, in denen wir uns gut präsentieren“, haderte Wolfgram. So wie zum Beispiel in der ersten Viertelstunde als die Gäste die Begegnung bis zum 8:8-Zwischenstand ausgeglichen hielten. Dann nahmen sich die Ardecker immer häufiger überhastete Würfe, erlaubten sich technische Fehler und Unkonzentriertheiten. „Wir lassen zu viele klare Chancen liegen. Die Abschlussquoten waren bei zu vielen Spielern nicht gut“, monierte der Trainer. Die TSG verwertete Holzheims Fehlabschlüsse zu Tempogegenstößen und setzte sich bis zur Pause mit 18:13 ab. Daran konnte auch Torhüter Leonhard Klein nichts ändern, der sein erstes Seniorenspiel absolvierte, und genauso wie die weiteren A-Jugendlichen Kyle Wöltche und Timo Baby Lob von Wolfgram erntete. Im zweiten Abschnitt baute Münster sein Polster bis auf 13 Tore aus. Immerhin rissen sich die Rot-Weißen danach noch einmal um Riemen und betrieben Ergebniskosmetik.
Holzheim II:
E. Fischer, Klein - Wöltche (6), Moos (2), Baby (1), Manke (7), Neckov (4), Klawikowski (1), Grünewald (1), Koch (1), Biehl (1).



Frauen, Bezirksliga A:
HSG Seckbach/Eintracht - FSG Holzheim/Limburg  12:14 (4:8)

Auf der Anzeigetafel stand nach Spielende ein 14:12-Sieg für Holzheim/Limburg, aber ob es dabei bleibt, wird am Grünen Tisch entschieden. Die Frankfurterinnen haben Protest gegen die Spielwertung eingelegt, weil der Schiedsrichter einem direkt verwandelten Freiwurf nach der Pausensirene die Anerkennung verweigerte.

Die Spielgemeinschaft aus Holzheim und Limburg stellte in der ersten Halbzeit eine immer stabiler werdende Abwehr, sodass den Gastgeberinnen zwischen der 10. und 30. Minute kein Tor mehr gelang. Das nutzte die FSG, um sich durch eine 5:0-Serie mit 8:4 abzusetzen. Den Wiederbeginn verschliefen die Gäste dann jedoch. Ohne Druck auf die Abwehr war das Frankfurter Bollwerk mit einer starken Torfrau kaum in Verlegenheit zu bringen. Erarbeitete sich die Mannschaft von Stephan Hien Chancen, wurden diese viel zu leichtfertig vergeben. Mitte der zweiten Halbzeit fing man sich wieder und setzte sich mit einigen sehenswerten Treffern von Rebecca Burghardt erneut auf vier Treffer ab. Seckbach stellte seine Abwehr um und damit Holzheim/Limburg vor größere Probleme. Mit einem 3: 0-Lauf der Einheimischen kam Spannung auf, aber Joanna Hien setzte mit ihrem letzten Treffer den Schlusspunkt unter ein Spiel, das von starken Abwehrreihen dominiert wurde, im Angriff allerdings einige Wünsche offen ließ.

Tore für Holzheim/Limburg: Joanna Hien (6/1), Rebecca Burghardt (5), Lisa Fudickar (3).


Männliche B-Jugend, Bezirksliga B:
TuS Holzheim II - TG Schierstein  23:29 (13:16)

Mit nur einem Auswechselspieler gelang der B2-Jugend des TuS gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer trotz der am Ende doch deutlichen Niederlage ein Achtungserfolg. Von Beginn an bereitete die ungewohnte 3:3-Abwehrformation der Holzheimer den Gästen vom Rhein große Schwierigkeiten, sodass sie nur selten ihr gewohntes Angriffsspiel aufziehen konnten. Immer wieder konnte die Abwehr die Angriffe der Schiersteiner früh unterbinden und auch manchen Ball abfangen, sodass die Mannschaft von Gunter Ohl in Reichweile blieb. Auch der Angriff der Ardecker zeigte sich verbessert. Vor allem Nik Dalef traf ein ums andere Mal aus dem Rückraum, sodass man sich bis zum Pausenpfiff immer noch auf Tuchfühlung befand. Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die erste. Der noich C-Jugendliche Christian Scharf spielte sich mit seinen Rückraumwürfen in den Vordergrund. Aufgrund der fehlenden Wechselmöglichkeiten und der kräfteraubenden Abwehrformation ließ die Kraft der Ardecker doch deutlich nach, sodass die Gäste sich gegen Spielende noch recht deutlich absetzen konnten. Dass die Niederlage sich letzlich noch in Grenzen hielt, ist auch Ersatztorwart Silas von der Heyden zu verdanken.
Holzheim: Silas von der Heyden, Tom Mittler (3), Lennart Zwanziger (1/1), Nico Pawlik (2), Nik Dalef (7), Christian Scharf (5), Marvin Titze (5/3). Christopher Jung. 


Männliche C-Jugend, Bezirksoberliga:
TSG Münster – TuS Holzheim  24:28 (14:16)

Ab Mitte der ersten Halbzeit wurde den Holzheimern bewusst, dass sie diese Partie nur mit großem kämpferischen Einsatz gewinnen können. Nachdem die starke Anfangsphase des Tabellenführers von der Aar mit sicherer Abwehr und druckvollen, beweglichen Angriffsaktionen etwas abgeebbt war, kam Münster auf und verkürzte den Rückstand bis auf zwei Treffer Differenz. „Den für den Sieg notwendigen Einsatz zeigte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit ausnahmslos“, sagte TuS-Trainer Jakob Grünewald. Dass sich seine Sieben nicht deutlicher absetzte, lag an einer gewissen Einfallslosigkeit im Angriff. Dafür präsentierte sich die Hintermannschaft inklusive des sich steigernden Julius Quint stabiler, sodass die Ardecker in der Endphase den 28:24-Sieg in trockene Tücher brachten. „Wir sind absolut zufrieden, dass die Jungs stets ruhig geblieben sind und in den entscheidenden Situationen immer eine Antwort hatten. Besonders hervorzuheben ist Lasse Ohl, der in entscheidenden Situationen fast immer die Verantwortung übernahm und damit einen großen Anteil am Sieg hatte", lobte Trainer Grünewald.
Tore für Holzheim: Hannes Jemixe (2), Christian Scharf (4), Nils Jäger (1), Tom Mittler (3), Lewin Rutkowski (2), Yannis Ferdinand (1), Lasse Ohl (15/1).


Männliche D-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim - TG Schierstein  40:21 (21:15)
Nach der wenig erfreulichen Leistung im zurückliegenden Spiel gegen Seulberg hatten die Holzheimer etwas gutzumachen. Und das taten sie auch. Der TuS begann konzentriert und zog nach fünf Minuten auf 6:3 davon. Aber Schierstein hielt dagegen, spielte nach sehr langen Angriffen immer wieder gute Chancen heraus. Holzheim lag zwar dauerhaft in Führung, konnte sich aber nicht so deutlich absetzen, wie es spielerisch den Anschein hatte. In der Abwehr schlichen sich immer wieder individuelle Nachlässigkeiten ein, die Schierstein konsequent nutzte. Zur Pause stand somit auch „nur“ ein 21:15-Vorsprung auf der Anzeigetafel. 
Nach der Pause spielte Holzheim deutlich schneller und konzentrierter, besonders in der Abwehr war eine Leistungssteigerung auszumachen. Es wurden Bälle abgefangen und durch schnelles Umschaltspiel schöne Treffer herausgespielt. Nun lief die Angriffsmaschine der Gäste wie gewohnt. Sie zogen über 25:15 zum 30:19 Mitte der zweiten Halbzeit davon. Holzheim ließ trotz des deutlichen Vorsprungs nicht nach, spielte konzentriert und kämpferisch bis zum Ende.
Wieder nutzten die Trainer Martin Horn und Miguel Esteves die Möglichkeit, alle Spieler in beiden Halbzeiten auf verschiedenen, manchmal auch ungewohnten Positionen einzusetzen. „Heute hat die Einstellung der Mannschaft zum Spiel wieder gestimmt. Wir haben mit Leidenschaft und Willen gespielt“, zeigten sich die beiden Trainer sehr zufrieden.
Holzheim: Benjamin Täger, Marlon Schwarz - Samuel Scharpf, Moritz Reusch (5), Elias Schmirl, Maxim Hölzer (4), Christoph Horn (16), Finn Öhlschläger (1), Leon Neusel (4), Kelvin Nelcha (8), Valentin Manke (2).


Männliche D-Jugend, Bezirksliga B:
TuS Holzheim II - HSG Altenhain/Neuenhain  30:19 (14:7)

In der Tabelle lag die HSG mit einem Punkt vor der Begegnung vor dem TuS, doch das wollten die Holzheimer unbedingt ändern. Von Anfang an merkte man den Siegeswillen. In der Abwehr wurde agressiv der Gegener angegangen und konsequent gedeckt. Im Angriff nutzten die Holzheimer Chancen zum größten Teil und gingen mit einer verdienten 14:7-Führung in die Halbzeitpause. Voll konzentriert ging es nach dem Seitenwechsel weiter. „Es wurde das umgesetzt, was im Training geübt wurde. Ich bin stolz auf die Jungs, was sie doch dazugelernt haben und wie eine Mannschaft aus ihnen wird", freute sich Trainer Ralf Pappusch.
Holzheim: Luca Küthe, Marlon Schwarz, Julie Mrochen, Christijan Lanz (3), Leonhard Schmidt (6), Nicolas Buss (4), Lenn Reinecke (5), Simon Fennig (10), Mika Pappusch, Jan Luca Seifert (1), Jaden Zerr, Robin Kett (1).



Verfasst am 09.12.2018 00:17 von René Weiss



Gelingt das fünfte Spiel in Folge mit Punkten?

Vorschau aufs Wochenende

Männliche C-Jugend, Bezirksoberliga:
TSG Münster II – TuS Holzheim (Samstag, 16.30 Uhr)

Die zweite Mannschaft der TSG Münster ist das einzige Team, gegen  das die Holzheimer C-Jugendlichen in dieser Saison noch nicht gespielt haben. Ansonsten haben die Schützlinge von Jakob Grünewald alle Kontrahenten mehr oder weniger deutlich von der Platte gefegt, und zwei Punkte nimmt sich der ungeschlagene Tabellenführer auch am Samstagnachmittag in Kelkheim vor. Münster steht mit 10:6 Zählern auf Position vier und hat zuletzt mit zwei Siegen die drei vorangegangenen Niederlagen abgehakt. „Wir erwarten ein sehr schweres Spiel, auf das wir uns sehr freuen. Münster wird definitiv in der Lage sein, unsere Schwächephasen auszunutzen. Dies bedeutet für uns, dass wir diese Phasen möglichst kurz halten müssen. Entscheidend wird sein, ob wir in der Abwehr von Beginn an aggressiv stehen und dadurch in das Tempospiel kommen, das sich in den letzten Wochen verbessert hat. Sollte es uns gelingen eine konzentrierte, motivierte Leistung mit wenigen Fehlern abzuliefern, sollten wir das Spiel siegreich gestalten können", glaubt Trainer Jakob Grünewald.


Männer, Bezirksoberliga:
TSG Münster II – TuS Holzheim (Samstag, 16.30 Uhr)

Die bittere Niederlage gegen die MSG Steinbach/Kronberg/Glashütten hat die Leidensfähigkeit der Holzheimer Reserve einmal mehr auf die Probe gestellt. Die Mannschaft von Stefan Wolfgram und Johannes Schuster zeigte eine kämpferisch einwandfreie Leistung, führte in der zweiten Halbzeit mit vier Toren Vorsprung, belohnte sich allerdings nicht mit Punkten, die allemal möglich waren. Im Auswärtsspiel bei der Oberliga-Reserve der TSG Münster werden die beiden Übungsleiter auf keine Doppel-Spieler aus dem Landesliga-Kader setzen können, da am Samstagabend auch die Auswärtspartie der ersten Mannschaft in Lützellinden ansteht. Der seit fünf Begegnungen punktlose TuS hat als Tabellen-13. bereits vier Punkte Rückstand auf die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II und derer sieben auf den nächsten Gegner, der seine vier Saisonsiege allesamt in eigener Halle feierte. Es sind einmal mehr schwierige Vorzeichen für die Holzheimer.


Männer, Landesliga:
MSG Linden – TuS Holzheim (Samstag, 19.45 Uhr)

Endlich kann man bei den Landesliga-Handballern des TuS Holzheim wieder einmal von einer Serie reden. Mit den Siegen gegen die TG Friedberg, den TV Breckenheim und die HSG Wettenberg II sowie dem Remis gegen die HSG Goldstein/Schwanheim dazwischen haben die Ardecker in den zurückliegenden vier Begegnungen gepunktet. Eine vergleichbare Konstanz hatte zuletzt Seltenheitswert. Unter der Leitung von Ex-Trainer Thomas Scherer gelang in der Saison 2017/18 nicht mehr als zweimal zwei aufeinanderfolgende Partien mit Zählbarem. Einen Vierer-Lauf gab es zuletzt ausgangs der Runde 2016/17 mit Matthias Hieronimus auf der Bank. „Wir wollen gerne eine fünfte Partie hinzufügen“, sagt Trainer Christian Bittkau vor dem Auswärtsspiel am Samstagabend in der Sporthalle Lützellinden beim Tabellenzweiten MSG Linden (17:5 Punkte).
Der TuS ist inzwischen auf Rang sieben angekommen, kann zumindest kurz durchatmen und hat bei einem der Spitzenteams der Liga ein „Bonusspiel“ vor der Brust. „Der Drucksituation gegen Goldstein und Wettenberg haben wir gut standgehalten. Jetzt befinden wir uns in einer anderen Ausgangssituation. Gegen Linden, ein deutlich stärkerer Gegner als zuletzt Wettenberg, haben wir nichts zu verlieren. Aber das heißt nicht, dass wir unsere Chance nicht nutzen wollen“, macht Bittkau klar, der beim Videostudium der Mittelhessen erkannte, dass die Mannschaft bei der Niederlage gegen Breckenheim, als der junge Jonas Wrackmeyer und Torwart-Oldie Michael Rocksien fehlten, nicht ihr eigentliches Potenzial abrufen konnte. „Deshalb gehe ich fest davon aus, dass sie gegen uns etwas gutmachen wollen“, so Bittkau, der zu Oberliga-Zeiten noch selbst gegen die erfahrenen Lukas Loh (früher Dutenhofen/Münchholzhausen) und Chris Grundmann (Dutenhofen/Münchholzhausen und Pohlheim) spielte. „Auf ihre Routine kann die Mannschaft genauso bauen wie auf die aggressive 6:0-Deckung.“ Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Gegentore wider: 23 Gegentreffer pro Partie sind der niedrigste Wert der Liga.
Viel mehr musste aber auch der TuS Holzheim nicht schlucken (26), der mit der 6:0- und der 5:1-Deckung inzwischen zwei Abwehrformationen gut beherrscht. Und auch im Angriff kreiselt der Ball deutlich flüssiger durch die eigenen Reihen. „Die Abstimmung funktioniert besser und man spürt, dass Lennard Hien und Tobias Baum, die erst verspätet in die Saison gestartet sind, immer besser ihren Rhythmus finden“, sieht der Holzheimer Coach seine junge Mannschaft in der richtigen Spur. Ob es die Spur zum ersten Auswärtsspiel bei der MSG Linden seit dem Oberliga-Abstieg ist, wird sich am Samstagabend zeigen.


Männliche D-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – TG Schierstein (Sonntag, 11 Uhr)

So schnell geht’s: Durch den 30:29-Sieg im Topspiel gegen Münster setzte sich Holzheims D-Jugend an die Tabellenspitze der Bezirksoberliga, um diese eine Woche später durch einen erheblichen Leistungseinbruch gegen Seulberg (22:37) direkt wieder abtreten zu müssen. Nach dem spielfreien ersten Adventwochenende geht das Team von Martin Horn, weil die Spitzengruppe der Liga so extrem ausgeglichen ist, mit 16:4 Punkten „nur“ als Dritter in die zweite Saisonhälfte. Das Hinspiel gegen die TG Schierstein entschieden die Ardecker deutlich mit 37:17 für sich, sodass die Aussichten auf den neunten Saisonsieg gut stehen. Und dann wird man sehen, wie die Tabelle am Sonntagabend aussieht…


Frauen, Bezirksliga A:
HSG Seckbach/Eintracht – FSG Holzheim/Limburg (Sonntag, 16 Uhr)

Im Fußball mischt Eintracht Frankfurt derzeit die Bundesliga und Europa auf, was auf die Handball-Abteilung zumindest im Frauenbereich aktuell nicht abfärbt. Der Gegner der Holzheimerinnen und Limburgerinnen eröffnete die Saison zwar mit sechs von acht möglichen Punkten, holte in den sechs Partien danach jedoch nur noch zwei weitere Zähler und ist somit auf Rang sieben abgerutscht. Dem könnte sich die von Stephan Hien trainierte FSG mit ihrem dritten Sieg in Folge bis auf einen Zähler annähern. Die Erfolge gegen die FTG Frankfurt und den TuS Dotzheim taten dem Selbstvertrauen jedenfalls gut. Auch ein früher Rückstand gegen das Team aus dem Schelmengraben brachten die Spielgemeinschaft nicht aus dem Konzept.


Männliche A-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – TV Idstein (Sonntag, 16 Uhr)

Wer zwei Spitzenspiele hintereinander für sich entscheidet und Goldstein/Schwanheim die erste Niederlage der Saison zufügt, steht nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze. Einen Ausrutscher dürfen sich die Schützlinge von Stefan Wolfgram, die gegen den Tabellensiebten Idstein (8:10 Punkte) der klare Favorit sind (37:28-Sieg im Hinspiel), nicht leisten, weil Goldstein und Münster auf einen Ausrutscher lauern. Wenn die Ardecker an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, sollte es der Verteidigung des ersten Platzes hinhauen.

Verfasst am 06.12.2018 20:18 von René Weiss



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