
Der TuS-Vorsitzende André Hoffmeister ehrte Marina Enders (links) für 50 und Verena Langenau (rechts) für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein.
Sportlich kann der TuS Holzheim die fast beendete Handball-Saison 2025/26 auch in diesem Jahr zufrieden resümieren. Die 1. Mannschaft hat in der Oberliga gute Chancen, auf Tabellenplatz zwei abzuschließen, Johannes Schuster und Sebastian Bapst führten die Reserve trotz personeller Herausforderungen zum Klassenverblieb in der Bezirksoberliga und die Frauen-Mannschaft etablierte sich unter Trainer Jens Steckel im gesicherten Mittelfeld der Bezirksoberliga. Das klingt nach Rundum-Zufriedenheit in der Handball-Hochburg an der Aar, aber bei der Jahreshauptversammlung sprach der Vorstand mit André Hoffmeister an der Spitze auch die Problemfelder an. „Ein Dauerthema“, wie Hoffmeister es bedauerte. Der Verein vermisst weiterhin mehr als die seit Jahren üblichen helfenden Hände, die anpacken und Verantwortung übernehmen. Gelegenheiten gibt es hierfür im Alltag mehr als genug: vom Thekendienst an den Heimspieltagen bis hin zur Tätigkeit als Zeitnehmer. „Die Arbeit wird nicht weniger, aber wir finden kaum jemanden, der etwas in die Hand nimmt. Es gibt Ideen, aber wir brauchen Leute für die Umsetzung“, erklärte der 2. Vorsitzende Heiko Ohl. Als Vorbild nannte er den bisherigen Trainer der Zweitvertretung Johannes Schuster, der sich federführend um die Organisation der Freiluftturniere kümmert. Auch Verena Langenau und Marina Enders machen vor, was es bedeutet, sich ehrenamtlich zu engagieren. Hoffmeister ehrte beide für 25 (Langenau) beziehungsweise 50 (Enders) Jahre Mitgliedschaft im TuS.
Was Ohl noch kritischer als die geringe Anzahl an Helfern ansprach, war der Bereich der Zuverlässigkeit. Vor einer Saison getroffene Spielerzusagen, gelten heutzutage offenbar schon kurze Zeit danach nicht mehr. Die A-Jugend ließ den Verein im Jahr 2025 bitter im Stich. Nach nur drei Saisonspielen musste das Team aus dem Spielbetrieb in der Bezirksoberliga zurückgezogen werden. „Wir hatten vor der Saison 17 Zusagen, ein paar Wochen später sind davon nur noch 7 oder 8 übrig geblieben“, ärgerte sich Ohl. „Wenn heute der Hamster der Cousine der Tante Geburtstag hat, dann kommt man nicht mehr zum Handballspiel“, so Ohl. Der Verein geht mit einer noch immer stolzen Zahl von über 100 aktiven Jugendspielern in die Saison 2026/27, aber André Hoffmeister zeigte auch die Gefahr auf, die aus einer längeren Zeit ohne A-Jugend resultieren kann bei einem Verein, der im Männerbereich fast ausschließlich auf Spieler setzt, die aus dem eigenen Unterbau stammen.
Das Großprojekt der vergangenen beiden Jahre außerhalb der Halle war die Sanierung des Vereinsheims am Holzheimer Sportplatz. 120.000 Euro hat sich der TuS die Arbeiten kosten lassen. Hoffmeisters zufriedenes Fazit: „Es ist ein Schmuckkästchen entstanden.“ Rund um dieses Schmuckkästchen wird am Pfingstwochenende und am letzten Mai-Wochenende bei den großen Freiluftturnieren wieder reichlich Betrieb herrschen. Hier liegen erfreulicherweise wieder steigende Meldezahlen vor.
Der Vorsitzende trug stellvertretend für Mirjam Pfeiffer den Bereich für die Turnabteilung vor. Alle seit Jahrzehnten durch die Übungsleiter am Laufen gehaltene Gruppen seien stabil besetzt, die angebotenen Kurse seien in der Regel früh ausgebucht.

Der TuS-Vorsitzende André Hoffmeister ehrte Marina Enders (links) für 50 und Verena Langenau (rechts) für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein.
Von Erfolgen, Engpässen und Hamster-Geburtstagen
Jahreshauptversammlung: Marina Enders und Verena Langenau geehrt
Sportlich kann der TuS Holzheim die fast beendete Handball-Saison 2025/26 auch in diesem Jahr zufrieden resümieren. Die 1. Mannschaft hat in der Oberliga gute Chancen, auf Tabellenplatz zwei abzuschließen, Johannes Schuster und Sebastian Bapst führten die Reserve trotz personeller Herausforderungen zum Klassenverblieb in der Bezirksoberliga und die Frauen-Mannschaft etablierte sich unter Trainer Jens Steckel im gesicherten Mittelfeld der Bezirksoberliga. Das klingt nach Rundum-Zufriedenheit in der Handball-Hochburg an der Aar, aber bei der Jahreshauptversammlung sprach der Vorstand mit André Hoffmeister an der Spitze auch die Problemfelder an. „Ein Dauerthema“, wie Hoffmeister es bedauerte. Der Verein vermisst weiterhin mehr als die seit Jahren üblichen helfenden Hände, die anpacken und Verantwortung übernehmen. Gelegenheiten gibt es hierfür im Alltag mehr als genug: vom Thekendienst an den Heimspieltagen bis hin zur Tätigkeit als Zeitnehmer. „Die Arbeit wird nicht weniger, aber wir finden kaum jemanden, der etwas in die Hand nimmt. Es gibt Ideen, aber wir brauchen Leute für die Umsetzung“, erklärte der 2. Vorsitzende Heiko Ohl. Als Vorbild nannte er den bisherigen Trainer der Zweitvertretung Johannes Schuster, der sich federführend um die Organisation der Freiluftturniere kümmert. Auch Verena Langenau und Marina Enders machen vor, was es bedeutet, sich ehrenamtlich zu engagieren. Hoffmeister ehrte beide für 25 (Langenau) beziehungsweise 50 (Enders) Jahre Mitgliedschaft im TuS.
Was Ohl noch kritischer als die geringe Anzahl an Helfern ansprach, war der Bereich der Zuverlässigkeit. Vor einer Saison getroffene Spielerzusagen, gelten heutzutage offenbar schon kurze Zeit danach nicht mehr. Die A-Jugend ließ den Verein im Jahr 2025 bitter im Stich. Nach nur drei Saisonspielen musste das Team aus dem Spielbetrieb in der Bezirksoberliga zurückgezogen werden. „Wir hatten vor der Saison 17 Zusagen, ein paar Wochen später sind davon nur noch 7 oder 8 übrig geblieben“, ärgerte sich Ohl. „Wenn heute der Hamster der Cousine der Tante Geburtstag hat, dann kommt man nicht mehr zum Handballspiel“, so Ohl. Der Verein geht mit einer noch immer stolzen Zahl von über 100 aktiven Jugendspielern in die Saison 2026/27, aber André Hoffmeister zeigte auch die Gefahr auf, die aus einer längeren Zeit ohne A-Jugend resultieren kann bei einem Verein, der im Männerbereich fast ausschließlich auf Spieler setzt, die aus dem eigenen Unterbau stammen.
Das Großprojekt der vergangenen beiden Jahre außerhalb der Halle war die Sanierung des Vereinsheims am Holzheimer Sportplatz. 120.000 Euro hat sich der TuS die Arbeiten kosten lassen. Hoffmeisters zufriedenes Fazit: „Es ist ein Schmuckkästchen entstanden.“ Rund um dieses Schmuckkästchen wird am Pfingstwochenende und am letzten Mai-Wochenende bei den großen Freiluftturnieren wieder reichlich Betrieb herrschen. Hier liegen erfreulicherweise wieder steigende Meldezahlen vor.
Der Vorsitzende trug stellvertretend für Mirjam Pfeiffer den Bereich für die Turnabteilung vor. Alle seit Jahrzehnten durch die Übungsleiter am Laufen gehaltene Gruppen seien stabil besetzt, die angebotenen Kurse seien in der Regel früh ausgebucht.
