
Männer, Oberliga:
TuS Holzheim - HSG Hochheim/Wicker (Samstag, 19.30 Uhr)
Miguel Esteves hat bereits eine ungefähre Vorstellung, wie sich das Bild in der Handball-Oberliga Hessen Mitte in dieser Saison weiterentwickeln könnte. „Ich denke, Lumdatal, Münster II, Wettenberg und Linden sind die Kandidaten für die vorderen Plätze. Im Mittelfeld sehe ich unter anderem Oberursel, Hochheim/Wicker und uns“, prognostiziert der Trainer des TuS Holzheim. Dieses Trio vergleicht sich in diesen Wochen miteinander. Nach der TuS-Niederlage in Oberursel erwarten die Rot-Schwarzen am Samstagabend ab 19.30 Uhr im Diezer Sportzentrum die Kombinierten aus Hochheim und Wicker. „Das ist ein weiteres wichtiges Spiel für uns“, betont Esteves. Genau das sind die Spiele, in den man dafür sorgen kann, dass ein Polster zu den unteren Tabellenplätzen entsteht – und das ist in dieser Saison besonders wichtig. Denn der Hessische Handball-Verband plant bekanntermaßen eine Bezirks- und Ligenreform, die mit einem vermehrten Abstieg einhergehen würden, sofern sie kommt. Die Entscheidung fällt allerdings erst im Frühjahr beim Verbandstag. Noch herrscht in Sachen Abstiegsregelung gänzliche Unwissenheit bei den Vereinen.
Beim TuS gibt es gute Nachrichten aus dem Bereich der Personalien: Christoph Horn ist nach seinem in Pohlheim am 1. Spieltag erlittenen Bänderriss wieder zurück auf der Platte. Natürlich noch nicht bei 100 Prozent, aber immerhin bekommt die Mannschaft zeitnah eine Option dazu. Gegen Hochheim allerdings wahrscheinlich noch nicht. Auch bei Moritz Reusch und Tom Mittler gibt es deutliche Fortschritte. Beide hatten sich in der vergangenen Saison das Kreuzband gerissen. Vor kurzem haben sie ein individuelles Training ohne Ball aufgenommen. Bis zum Comeback wird es nach der schwerwiegenden Knieverletzung allerdings noch eine Zeit lang dauern.
Dass der nächste Gegner erst bei vier Pluspunkten steht, hat mit dem heftigen Auftaktprogramm in den ersten Wochen zu tun. Die HSG musste bereits gegen die Spitzenteams aus Linden, Münster II und Lumdatal ran. Erhoffte Überraschungen blieben dabei aus, wenngleich sich das Team von Trainer Sandro Göbel gegen Linden nur knapp mit 33:35 geschlagen geben musste. Siege gab es gegen Oberursel und Petterweils Reserve. Somit ist es nicht für den TuS, sondern auch für die Gäste eine wichtige Partie um Punkte, die beide Seiten sehr gut gebrauchen können.
Genauso wie der TuS, bei dem Dominik Lazzaro aushelfen wird und vielleicht auch Felix Chodykin wieder die Schuhe schnürt, kann auch die HSG nicht in Bestbesetzung antreten. Jan Silbereisen und Marc Deutschmann fehlen langzeitverletzt. Man merkt ihr Fehlen auch insofern, dass die HSG mit sehr langen Angriffen agiert und dann häufig versucht, mit durchbrechenden Rückraumspielern zum Erfolg zu kommen. Hier ist Ben Krummeck der gefährlichste Akteur, hinzu kommt mit dem Zwei-Meter-Hünen Samuel Seel ein schwierig zu verteidigender Kreisläufer, der die körperlich eher schmalschultrige Holzheimer Deckung maximal fordern wird.
