
Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – TSG Oberursel 35:34 (17:15)
Trainer Dominik Jung und die vier Spieler, die den TuS Holzheim nach dieser Saison verlassen bekamen im letzten Heimspiel genau das, was sie sich gewünscht hatten. Zwei Punkte für den 35:34-Sieg gegen die TSG Oberursel und damit zudem die Vizemeisterschaft in der Oberliga Hessen hinter Meister HSG Dotzheim/Schierstein.
Gegen Ende einer Saison wird’s ganz im Sinne der Würdigungen zum Glück nicht mehr so streng gesehen, wenn das Spiel mit ein paar Minuten Verspätung beginnt. So ist es eben, wenn fünf langjährige Spieler beziehungsweise der Trainer so verabschiedet werden, wie es ihnen zusteht. Beim TuS waren es neben Coach Jung Maximilian Schenk, Laurin Moos, Kevin Fischer und Felix Chodykin die (vorerst) letztmals auf der Platte im Diezer Sportzentrum standen. „Dieses Abschneiden mit der Vizemeisterschaft ist nach einem Umbruch, mit dieser jungen Mannschaft und wegen der vielen schweren Verletzungen aller Ehren wert“, sagte Jung. „Das haben wir mit Herz und Leidenschaft geschafft. Das ist das Besondere an Holzheim. Hier bluten Spieler in den Farben ihres Vereins. Der TuS Holzheim ist immer auch etwas Wahnsinn“, schmunzelte Jung. Nach sechs Toren binnen elf Minuten durch Finn Langenau zum 28:22 (47.) sahen die Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus. „Dass wir nicht mit zehn Toren Unterschied gewinnen werden, war mir klar“, merkte der scheidende Trainer an. Aber, dass der Sieg nach einer Oberurseler Aufholjagd bis in die letzte Minute hinein durch überhastete Abschlüsse noch einmal ins Wanken geriet, hätte Jung auch nicht gebraucht. Zweimal schaffte die TSG den Anschluss zum 33:34 und 34:35-Endstand aus ihrer Sicht, aber nicht mehr.
Dass ein Abschied in Holzheim kein endgültiger sein muss, hat die Vergangenheit immer wieder bewiesen. (Kurzzeitige) Comebacks gibt’s immer wieder. So auch am Samstag bei Dominik Lazzaro, dessen Tor am Ende den Unterschied ausmachte, und Nils Wolfgram. Beide sagten am Freitag ohne Zögern ihr Mitwirken zu, als sich bei den Rot-Schwarzen die erneut sehr angespannte Personallage herauskristallisierte.
Auch wegen der Ausfälle hakte der Motor phasenweise. Die Leistungen waren schwankend, in der ersten Halbzeit mittelprächtig, im zweiten Durchgang dann zunächst deutlich besser, gegen Ende jedoch wieder holprig. Im Holzheimer Rückraum, wo Paul Bährens und Christoph Horn fehlten, lieferten Lukas Fischer (9 Tore) und Finn Langenau (11/4) ab, auch Linkshänder Philipp Waldforst machte auf der Außenposition auf sich aufmerksam. Das waren die Faktoren, mit denen sich die Gastgeber in der zweiten Halbzeit dann doch ein Übergewicht erspielten und mit sechs Toren Differenz in Führung gingen. „Dann haben wir aber wieder gesehen, dass Oberursel den Top-Teams der Liga Paroli bieten kann. Sie haben eine gute Mischung gefunden, aus Verschleppen des Tempos und den Ball schnell zu machen, wenn sie es brauchen“, analysierte Jung. Sein Team hatte in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten mit Julian Rummel und in der zweiten mit Lennart Brambrink auf der rechten Halbposition, der das Spiel mit seinen Toren noch einmal spannend machte. „Aber wir wollten den Sieg unbedingt“, spürte Jung. Mit nochmals ausgesprochen großer Zuschauer-Unterstützung behielten die Ardecker am Ende die knappe Führung und sicherten sich damit Platz zwei.
Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Wolfgram, Moos (3), Langenau (11/4), Chodykin (3), L. Fischer (9), Giebenhain, Waldforst (5), Bulut, Schenk (1), Jemixe (2), Lazzaro (1).
Oberursel: Friedl, Knebel, Witzel – Bick, Hetzel (4), Rummel (8), Widera, Walz, Weidmann, Brambrink (5), Günther (4), Gogolin (1), Wienand (8), Avemann, Tascher, Juli (2/2).
Schiedsrichter: Florian Göbel / Carsten Stauber (HSG Kleenheim-Langgöns / HSG Mörlen).
Zeitstrafen: 2:2.
Siebenmeter: 4/4 : 2/2.
Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II - SG Wehrheim/Obernhain 33:21 (16:13)
Nach acht Jahren Amtszeit legt TuS-Trainer Johannes Schuster sein Amt nieder und verabschiedete sich vor heimischer Kulisse mit einem souveränen Sieg, den sein Team gegen die SG Wehrheim/Obernhain errang. „Mit vielen Jungs habe ich in der Jugend und im Herrenbereich zusammengespielt. Einige haben mich in der gesamten Zeit als Trainer begleitet. Dementsprechend war es nach dem Spiel auch bewegend“, sagte Schuster emotional gerührt. Die Marschrichtung war klar: „Wir wollten noch mal ein geiles Heimspiel abliefern." Und das haben die Rot-Schwarzen auch getan. Nach einer engen Anfangsphase, in der die Nervosität deutlich spürbar war, setzte sich der TuS bis zur Halbzeit auf einen Drei-Tore-Vorsprung ab. „In den ersten zehn Minuten hatten wir unsere Abwehrreihen noch nicht im Griff. Wir haben viele Gegentore aus dem Rückraum kassiert“, sagte Schuster. Nach einer Umstellung und mit Jakob Grünewald im Mittelblock kam mehr Stabilität ins Defensivspiel – und daraus logisch resultierend der Ausbau der Führung. Um die Führung noch deutlicher zu gestalten und Wehrheim/Obernhain keine Hoffnung auf eine Wende zu lassen, schworen sich die Schuster-Sieben noch einmal ein. Doch das funktionierte zunächst nicht wie vorgestellt. Die Gäste verkürzten den Rückstand immer weiter, bis beide Teams wieder gleichauf waren. Doch dank einer guten Torhüterleistung von Joel Steckel und des immer stärker aufspielenden Leon Bühler, die beide ein Sonderlob des Trainers erhielten, siegten die Ardecker am Ende deutlich. „Wir haben in der zweiten Halbzeit einen tollen Handball gezeigt“, zog Schuster sein Fazit und gewann seine letzte Heimpartie als Trainer an der Seitenlinie.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (3), N. Wolfgram (7/4), Hölzer (1), Biehl (1), Lazzaro (2), Heep (1), Grünewald, Wöltche (2), Höhn (2), Jakobi (2), J. Wolfgram (2), Bühler (8), Friedrich (9).

Sieg und Vizemeisterschaft zum Heim-Abschied
Spielberichte vom Wochenende
Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – TSG Oberursel 35:34 (17:15)
Trainer Dominik Jung und die vier Spieler, die den TuS Holzheim nach dieser Saison verlassen bekamen im letzten Heimspiel genau das, was sie sich gewünscht hatten. Zwei Punkte für den 35:34-Sieg gegen die TSG Oberursel und damit zudem die Vizemeisterschaft in der Oberliga Hessen hinter Meister HSG Dotzheim/Schierstein.
Gegen Ende einer Saison wird’s ganz im Sinne der Würdigungen zum Glück nicht mehr so streng gesehen, wenn das Spiel mit ein paar Minuten Verspätung beginnt. So ist es eben, wenn fünf langjährige Spieler beziehungsweise der Trainer so verabschiedet werden, wie es ihnen zusteht. Beim TuS waren es neben Coach Jung Maximilian Schenk, Laurin Moos, Kevin Fischer und Felix Chodykin die (vorerst) letztmals auf der Platte im Diezer Sportzentrum standen. „Dieses Abschneiden mit der Vizemeisterschaft ist nach einem Umbruch, mit dieser jungen Mannschaft und wegen der vielen schweren Verletzungen aller Ehren wert“, sagte Jung. „Das haben wir mit Herz und Leidenschaft geschafft. Das ist das Besondere an Holzheim. Hier bluten Spieler in den Farben ihres Vereins. Der TuS Holzheim ist immer auch etwas Wahnsinn“, schmunzelte Jung. Nach sechs Toren binnen elf Minuten durch Finn Langenau zum 28:22 (47.) sahen die Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus. „Dass wir nicht mit zehn Toren Unterschied gewinnen werden, war mir klar“, merkte der scheidende Trainer an. Aber, dass der Sieg nach einer Oberurseler Aufholjagd bis in die letzte Minute hinein durch überhastete Abschlüsse noch einmal ins Wanken geriet, hätte Jung auch nicht gebraucht. Zweimal schaffte die TSG den Anschluss zum 33:34 und 34:35-Endstand aus ihrer Sicht, aber nicht mehr.
Dass ein Abschied in Holzheim kein endgültiger sein muss, hat die Vergangenheit immer wieder bewiesen. (Kurzzeitige) Comebacks gibt’s immer wieder. So auch am Samstag bei Dominik Lazzaro, dessen Tor am Ende den Unterschied ausmachte, und Nils Wolfgram. Beide sagten am Freitag ohne Zögern ihr Mitwirken zu, als sich bei den Rot-Schwarzen die erneut sehr angespannte Personallage herauskristallisierte.
Auch wegen der Ausfälle hakte der Motor phasenweise. Die Leistungen waren schwankend, in der ersten Halbzeit mittelprächtig, im zweiten Durchgang dann zunächst deutlich besser, gegen Ende jedoch wieder holprig. Im Holzheimer Rückraum, wo Paul Bährens und Christoph Horn fehlten, lieferten Lukas Fischer (9 Tore) und Finn Langenau (11/4) ab, auch Linkshänder Philipp Waldforst machte auf der Außenposition auf sich aufmerksam. Das waren die Faktoren, mit denen sich die Gastgeber in der zweiten Halbzeit dann doch ein Übergewicht erspielten und mit sechs Toren Differenz in Führung gingen. „Dann haben wir aber wieder gesehen, dass Oberursel den Top-Teams der Liga Paroli bieten kann. Sie haben eine gute Mischung gefunden, aus Verschleppen des Tempos und den Ball schnell zu machen, wenn sie es brauchen“, analysierte Jung. Sein Team hatte in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten mit Julian Rummel und in der zweiten mit Lennart Brambrink auf der rechten Halbposition, der das Spiel mit seinen Toren noch einmal spannend machte. „Aber wir wollten den Sieg unbedingt“, spürte Jung. Mit nochmals ausgesprochen großer Zuschauer-Unterstützung behielten die Ardecker am Ende die knappe Führung und sicherten sich damit Platz zwei.
Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Wolfgram, Moos (3), Langenau (11/4), Chodykin (3), L. Fischer (9), Giebenhain, Waldforst (5), Bulut, Schenk (1), Jemixe (2), Lazzaro (1).
Oberursel: Friedl, Knebel, Witzel – Bick, Hetzel (4), Rummel (8), Widera, Walz, Weidmann, Brambrink (5), Günther (4), Gogolin (1), Wienand (8), Avemann, Tascher, Juli (2/2).
Schiedsrichter: Florian Göbel / Carsten Stauber (HSG Kleenheim-Langgöns / HSG Mörlen).
Zeitstrafen: 2:2.
Siebenmeter: 4/4 : 2/2.
Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II - SG Wehrheim/Obernhain 33:21 (16:13)
Nach acht Jahren Amtszeit legt TuS-Trainer Johannes Schuster sein Amt nieder und verabschiedete sich vor heimischer Kulisse mit einem souveränen Sieg, den sein Team gegen die SG Wehrheim/Obernhain errang. „Mit vielen Jungs habe ich in der Jugend und im Herrenbereich zusammengespielt. Einige haben mich in der gesamten Zeit als Trainer begleitet. Dementsprechend war es nach dem Spiel auch bewegend“, sagte Schuster emotional gerührt. Die Marschrichtung war klar: „Wir wollten noch mal ein geiles Heimspiel abliefern." Und das haben die Rot-Schwarzen auch getan. Nach einer engen Anfangsphase, in der die Nervosität deutlich spürbar war, setzte sich der TuS bis zur Halbzeit auf einen Drei-Tore-Vorsprung ab. „In den ersten zehn Minuten hatten wir unsere Abwehrreihen noch nicht im Griff. Wir haben viele Gegentore aus dem Rückraum kassiert“, sagte Schuster. Nach einer Umstellung und mit Jakob Grünewald im Mittelblock kam mehr Stabilität ins Defensivspiel – und daraus logisch resultierend der Ausbau der Führung. Um die Führung noch deutlicher zu gestalten und Wehrheim/Obernhain keine Hoffnung auf eine Wende zu lassen, schworen sich die Schuster-Sieben noch einmal ein. Doch das funktionierte zunächst nicht wie vorgestellt. Die Gäste verkürzten den Rückstand immer weiter, bis beide Teams wieder gleichauf waren. Doch dank einer guten Torhüterleistung von Joel Steckel und des immer stärker aufspielenden Leon Bühler, die beide ein Sonderlob des Trainers erhielten, siegten die Ardecker am Ende deutlich. „Wir haben in der zweiten Halbzeit einen tollen Handball gezeigt“, zog Schuster sein Fazit und gewann seine letzte Heimpartie als Trainer an der Seitenlinie.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (3), N. Wolfgram (7/4), Hölzer (1), Biehl (1), Lazzaro (2), Heep (1), Grünewald, Wöltche (2), Höhn (2), Jakobi (2), J. Wolfgram (2), Bühler (8), Friedrich (9).
