
Männer, Oberliga:
HSG Pohlheim II – TuS Holzheim (Samstag, 19 Uhr)
Auf ein Neues heißt es für die Oberliga-Mannschaft des TuS Holzheim: Am Samstag beginnt für die Ardecker mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Pohlheim II die Saison 2026/27 in der Oberliga Hessen Mitte. Ab 19 Uhr sind die von Miguel Esteves und Martin Horn trainierten Holzheimer bei Aufsteiger HSG Pohlheim II zu Gast. Und wie es bei einer Zweitvertretung so ist: Auch gegen Pohlheim weiß man nicht, ob Unterstützung aus der Regionalliga-Mannschaft eingebaut wird, um die Chancen auf einen erfolgreichen Saisonstart zu forcieren.
In der Rolle des Favoriten befindet sich der TuS auf jeden Fall nicht. „Wir müssen sehen, dass wir die Punkte holen, die uns den Klassenverbleib einbringen. Das ist das primäre Ziel“, betonen die beiden Trainer. Der Grund dafür liegt in der personellen Situation. Mit dem Ende der Spielzeit 2025/26 verabschiedeten sich Laurin Moos, Felix Chodykin, Maximilian Schenk, Kevin Fischer und Paul Bährens in den Handball-Ruhestand beziehungsweise in Richtung anderer Vereine. Diese Lücken konnten nicht durch externe Neuzugänge geschlossen werden. Mit Leon Bühler, Maxim Hölzer, Ben Theile und Aaron Debo (derzeit noch verletzt) kamen Nachrücker aus den eigenen Reihen – so, wie es in Holzheim seit Jahren Tradition ist. Diese Quelle ist aber auch irgendwann endlich. Vor allem, wenn das Verletzungspech so zuschlägt, wie es momentan der Fall ist. Mit Jannes Krohn und Max Schneider haben sich im Testspiel gegen die HSG Bachgau bereits die Spieler Nummer vier und fünf in den zurückliegenden zwölf Monaten (!) das Kreuzband komplett oder angerissen. Tom Mittler, Marco Becker und Moritz Reusch hatte es zuvor erwischt. Somit verfügt der TuS bis auf weiteres zum Beispiel über keinen gelernten Kreisläufer. Und damit nicht genug: Leon Bühler fällt mit einem Bandscheibenvorfall längere Zeit aus und am Dienstag ist Hannes Jemixe im Training umgeknickt. Die Anzahl fitter Feldspieler ist Mitte der Woche somit in den einstelligen Bereich gesunken.
Das Trainer-Team hat den Kontakt zu Altgedienten aufgenommen, die die Handballschuhe inzwischen eigentlich an den Nagel gehängt haben, und hofft, dass im Sinne der Mannschaft und des Vereins vorübergehende Aushilfen zur Verfügung stehen. „Die Jungs hätten es sich verdient, weil sie wirklich Bock haben, Gas geben und die Trainingsbeteiligung richtig gut ist“, berichten Esteves und Horn.
