Fehler anstatt Anschluss: TuS gibt Spiel nach der Pause aus der Hand
Spielberichte vom Wochenende

Männer, Oberliga:
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – TuS Holzheim 29:20 (13:11)

Eine kämpferisch erneut starke Leistung hat dem TuS Holzheim im Oberliga-Auswärtsspiel bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden nicht gereicht. „Am Einsatz hat es nicht gehapert“, sagte Trainer Miguel Esteves nach der 20:29 (11:13)-Niederlage bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden. Aber diese Tugenden allein reichten nicht, um gegen eine Spitzenmannschaft zu bestehen. „Unserer jungen Mannschaft fehlt es noch an der Reife“, stellte Esteves fest. Er machte wie schon bei der Niederlage gegen die HSG Wettenberg vor einer Woche den Erfahrungsvorteil beim Gegner als einen wichtigen Unterschied aus. Aber auch spielerisch hängen die Trauben für das junge Team der Ardecker gegen Mannschaften von diesem Kaliber sehr hoch.
Vielleicht hätte es den Rot-Schwarzen geholfen und die hessischen Landeshauptstädter ins Grübeln gebracht, wenn die Gäste im vorangeschrittenen Stadium des Spiels einmal geführt hätten. „Das hätte uns möglicherweise Auftrieb gegeben. Ungefähr so, wie bei unserem Sieg gegen Pohlheim“, so Esteves. Mit einer sehr guten Abwehr und Ben Fischer im Tor, der vor der Pause bereits an die zehn Bälle parierte, hielt der TuS die Partie offen. Nach dem 3:6-Rückstand (11.) ließen die Ardecker nicht mehr sonderlich weiter abreißen. Im Gegenteil: Lukas Fischer und Maxim Hölzer verkürzten vor dem Kabinengang zum 11:13.
In der von zwei guten Abwehrreihen geprägten Begegnung besaß der Vizemeister der Vorsaison sogar die Möglichkeit, mit einem Vorsprung in die Pause zu gehen. Von den Außen gab es ein halbes Dutzend an Fehlwürfen.
In Ballbesitz bot sich dem TuS die Chance, nach Wiederbeginn zum 12:13 aufzuschließen. Stattdessen verlor man in den fünf Minuten danach den Anschluss. „Diese Phase hat wehgetan“, konstatierte Esteves. Durch einfache Ballverluste kam Wiesbaden in den Gegenstoß und erhöhte auf 17:11 (36.). Wie gegen Wettenberg rappelte sich Holzheim noch einmal auf, traf nach dem Zehn-Tore-Rückstand beim 16:26 (50.) mit vier Toren in Folge zum 20:26 und zwang die HSG zur Auszeit. Der neue HSG-Trainer Marco Höhn rüttelte seine Mannen entsprechend auf und die Einheimischen entschieden die letzten sechs Minuten mit 4:0 für sich.

Wiesbaden: Emmermann, Rausch – Kirchmeier (6), Moos (4), Spahr (2), Seiwert (4/1), Brehm (3), Filipovic (3), Schlereth, Henkelmann (6/1), Schumakow (1), Walter.
Holzheim: B. Fischer, Steckel – Jemixe, Langenau (4/4), Hölzer (2), Theile (1), L. Fischer (6), Giebenhain (4), Waldforst (1), Bulut (1), Friedrich (1), Manke, Chodykin.
Schiedsrichter: Matias Markovic/Felix Rohs (TSG Eddersheim/HSG Goldstein/Schwanheim).
Siebenmeter: 4/2:4/4.
Zeitstrafen: 4:1.


Männer, Bezirksoberliga:
HSG Schwarzbach – TuS Holzheim 54:28 (25:13)

Christian Weiner wusste, dass die HSG Schwarzbach zu den absoluten Spitzenteams in der Bezirksoberliga Wiesbaden-Frankfurt zählt. Aber dass die Reserve des TuS Holzhei in Kriftel beim 28:54 (13:25)-Debakel derart unter die Räder kommt, hatte der Trainer auch nicht erwartet. „Das war die höchste Niederlage, die ich in meiner Laufbahn kassiert habe“, lautete Weiners ernüchterndes Fazit des 3. Spieltags. Das wenige Positive zuerst: Holzheim hielt zehn, zwölf Minuten ganz ordentlich mit, doch dann brach das Spiel der Ardecker wie ein Kartenhaus in sich zusammen. „Von den 54 Gegentoren waren 50 komplett freie Würfe“, stellte der Coach der Hintermannschaft ein schlechtes Zeugnis aus. Torhüter Felix Lotz konnte einem leid tun. Wenig besser der Angriff. Fehler en masse, technische Mängel an allen Ecken und Enden sowie Einstellungsprobleme führten zu dieser eklatanten Niederlage. Drei Schwarzbacher kamen auf sage und schreibe 38 Tore und damit schon mehr als das gesamte Holzheimer Ensemble zusammen. Weiner: „Heute haben alle gesehen, was in der Bezirksoberliga herauskommen kann, wenn man überhaupt keinen Widerstand leistet. So etwas darf uns nicht noch einmal passieren. Das werden wir im Training deutlich ansprechen.“
Holzheim: Lotz – Ohl (1), Wolfgram (7/5), Bendel (1), Hermann (1), Hoffmeister (3), Theile (8), Fennig (2), Schneider (3), Grünewald, Arnolds, Jakobi, Biener, Friedrich (2).
 

Frauen, Bezirksoberliga:
TSG Oberursel II – TuS Holzheim  27:26 (12:11)

Gegen die starke Mannschaft der TSG Oberursel unterlagen die Ardecker denkbar knapp. Die Vorzeichen waren bei den Gästen nicht die besten. Eine Grippewelle sowie beruflich und privat verhinderte Spielerinnen ließen den Kader auf neun Einsatzfähige schrumpfen. Da war jede Akteurin wertvoll. Auch Vanessa Wengenroth, die sich nach einem Telefonat am Freitag bereiterklärte auszuhelfen und ein prima Spiel ablieferte. „Ich habe eine Reaktion meiner Mannschaft gefordert und muss sagen, diese hat sie gezeigt“, lobte Trainer Jens Steckel. Jeder kämpfte hinten wie vorne in jedem Zweikampf. Holzheim hielt permanent den Anschluss und das Spiel somit offen. Dazu trug auch Helena Krohn als sicherer Rückhalt im Tor bei. „Am Ende fehlte uns etwas das Glück, um einen Punkt zu entführen. Das Ergebnis fühlte sich nicht nach einer Niederlage an“, schilderte Trainer Steckel.
Holzheim: Krohn – Reusch, Wengenroth (3), Kolter (2), Hies (1), Mann (2), Trübenbach (2), Stein (5/5), Helfrich (4), Würz (7).


Männliche B-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – HSG Schwalbach/Niederhöchstadt  33:15 (15:8)

Gegen den Tabellennachbarn aus Schwalbach erwarteten die Holzheim wie im Frühjahr in der Qualifikation ein enges Spiel. Nach nur wenigen Minuten stellte sich die Partie allerdings als recht klare Angelegenheit für den TuS dar. Durch eine starke Abwehr und einen gut mitarbeitenden Torwart konnte schnell eine Vier-Tore Führung herausgespielt werden. Trotz kleinerer Abstimmungsschwierigkeiten überzeugten die Ardecker vor allem im Tempospiel, sodass ein Halbzeitstand von 15:8 die Folge war. In der zweiten Halbzeit konnte der TuS einen Gang zurückschalten und auch ein paar angeschlagenen Spieler etwas Pause verschaffen. Dies sah man dem Spiel des TuS kaum an und so konnte am Ende ein klarer 33:15 Erfolg gefeiert werden, bei dem jeder der Spieler seine verdienten Einsatzzeiten bekam.
Holzheim: Steckel - Heymann (5), Ettlich, Becker, Langenau (5/1), Stroh (4), Lind (4), Baumann (10), Quiring, Schmidt, Apffelstaedt (3), Jansing (1), Räbiger (1), Nink.


Männliche D-Jugend, Bezirksliga:
JSG Eschbach – TuS Holzheim  26:27 (13:10)

Zufriedene Gesichter bei der Holzheimer D-Jugend. Im dritten Saisonspiel feierte der TuS endlich seinen ersten Sieg. Die Mannscahft fand sehr gut ins Spiel hinein und ging zu Beginn auch knapp in Führung. „In dieser Phase hatten wir sogar die Gelegenheit, uns deutlicher abzusetzen, vergaben allerdings einige freie Chancen oder begangen technische Fehler“, schilderte Trainer Jakob Grünewald. Insbesondere einige Kreisübertritte verhinderten eine deutlichere Führung. Eschbach kam währenddessen besser ins Spiel übernahm mit einem Fünf-Tore-Vorsprung die Kontrolle. „In der Halbzeitpause sprachen wir an, dass wir im Angriff an die guten Phasen der ersten Halbzeit, in denen wir uns gut ohne Ball bewegten, anknüpfen müssten“, so Grünewald. Das gelang zunehmend besser, sodass die Rot-Schwarzen den Rückstand ausglichen. Durch einige Fehler gelang es allerdings nicht, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, sodass ein echter Krimi entstand. Erst der letzte Siebenmeter, nervenstark von Malte Dittmar verwandelt, brachte die Entscheidung. „Die Bewegung ohne Ball zeigte sich verbessert, allerdings können wir uns da noch sehr viel verbessern. Wir sind allerdings trotzdem sehr zufrieden mit den ersten Punkten und hoffen, die nächsten Spiel daran anknüpfen zu können“, resümierte der Trainer.
Holzheim: Wilbert, Fritz (1), Laux (1), Schlitt, Strauch, Dittmar (8/1), Stein (9), Franovic (8), Fuchsberg, Talamini.
 

E-Jugend, Bezirksoberliga:
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – TuS Holzheim 28:11

Am Sonntag zur besten Mittagszeit stand für Holzheims E-Jugend das Duell gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden auf dem Programm. Jung und Alt waren gespannt und erwartungsfroh in der Halle versammelt und freuten sich auf ein spannendes Spiel. Und zunächst sah es auch genau danach aus. Die Holzheimer Jungs hielten gut dagegen und gestalteten die Partie bis zum 6:6 ausgeglichen. Danach erwischte die HSG Wiesbaden jedoch eine starke Phase. Über ganze 18 Minuten wollte den TuS im Angriff kein weiterer Treffer gelingen, während der Gegner seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute. So stand es zwischenzeitlich 16:6 für die Landeshauptstädter. Auch wenn der Rückstand deutlich war, kämpften die Holzheimer weiter und gaben sich nicht auf. Gleich dreimal rettete zudem der Pfosten vor weiteren Gegentreffern. Die Wiesbadener zeigten an diesem Tag eine sehr starke und eingespielte Leistung. Besonders im Angriff überzeugten sie mit viel Dynamik, während es für die TuS-Jungs, die verletzungsbedingt auf ihren Mitspieler Jakob Horn verzichten mussten, gegen die körperlich starke Abwehr nur wenige Möglichkeiten gab, sich durchzusetzen. Am Ende stand mit dem 11:28 eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel. Trotzdem haben alle Spieler bis zum Schlusspfiff gekämpft und als Mannschaft zusammengehalten. Auch solche Spiele gehören zur Entwicklung der jungen Handballer dazu. Gegen einen starken Gegner haben sie gesehen, woran sie weiterarbeiten können.
Holzheim: Leimpek, Schmahl, Kleinke, Schmitz, Nouidha, Tamoschus, Heuser, Tiele, F. Horn.