Das war die richtige Reaktion
Spielberichte vom Wochenende

Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – HSG Hochheim/Wicker 32:19 (13:9)

Der TuS Holzheim befindet sich weiterhin auf Kurs in Richtung Vizemeisterschaft in der Handball-Oberliga Hessen Mitte. Nach der hohen Niederlage in Münster vor einer Woche präsentierten sich die Ardecker beim 32:19-Kantersieg gegen die HSG Hochheim/Wicker wieder in gewohnter Manier.
Hochheim stellte vor der Partie den drittbesten Angriff der Liga und hat mit Jan Silbereisen den zweitbesten Feldtorschützen in seinen Reihen. Aber auch das ist einzudämmen, wenn die Abwehr der Rot-Schwarzen so kompakt steht wie am Samstagabend. Silbereisen kam mit nur drei Treffern so gut wie überhaupt nicht zum Zug, auch der HSG-Rest biss sich an der Deckung der Ardecker die Zähne aus. „Unsere Abwehr war überragend, unsere Torhüterleistung sehr gut“, freute sich Trainer Dominik Jung. Ben Fischer spielte eine Dreiviertelstunde lang zwischen den Pfosten, in der Endphase setzte Kevin Fischer mit seinen Paraden ebenfalls Akzente. „Wir sind von der ersten bis zur letzten Minute leidenschaftlich aufgetreten und haben dem Gegner keinen Raum gegeben. Ich bin happy“, bekam Jung vor Augen geführt, dass er sich auf seine Mannschaft verlassen kann. Dass sie abliefert, wenn sie etwas gutzumachen hat.
Nach 20 Minuten machten sich Holzheims Biss und Extramotivation aus dem Münster-Spiel bemerkbar. Vom 6:6 setzten sich die Rot-Schwarzen über 10:7 und zur Pause auf 13:9 ab. Der Blitzstart in den zweiten Abschnitt mit einem 4:0-Lauf bis zur 37. Minute lenkte das Spiel in deutliche Bahnen. Im Angriff nahm Finn Langenau das Heft als Spielmacher in die Hand und zeigte eine starke Leistung, wie er vieles initiierte. Nur beim letzten Schritt auf dem Weg zum Torerfolge hakte es. „Wir haben wieder sehr, sehr viele freie Bälle verworfen. Das bleibt unser Manko“, musste Jung festhalten. Er wollte nicht despektierlich gegenüber dem Gegner klingen, aber 45 anstatt 32 Toren hielt der Garbenheimer durchaus für realistisch.
Viel wichtiger waren für ihn jedoch die Mentalität und Körpersprache, die der TuS zeigte. „Das war genau das, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Heute haben wir wieder einmal gesehen, wie wir performen und was wir leisten können. Das möchte ich jetzt auch noch in den drei restlichen Spielen genießen.“ HSG VfR/Eintracht Wiesbaden, TSG Oberursel und HSG Kleenheim-Langgöns lauten die noch ausstehenden Aufgaben für den Tabellenzweiten, der weiterhin einen Zähler Vorsprung auf die HSG Linden hat.

Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Moos (4), Langenau (7/4), Chodykin (3), L. Fischer (5), Giebenhain (3), Waldforst, Bulut, Schenk (2), Jemixe (6), Bährens (2).
Hochheim/Wicker: Robinson – Bergmann (2), Trees, Westenberger (1), Helbig (2), Herborn (3), Krummeck (4), Walter (3/2), Silbereisen (3), Schäfer (1/1), Rhein, Liepsch, Seel.
Schiedsrichter: Dominik Schäfer / Jens Sämann (HSG Dornheim/Groß-Gerau / Eintracht Frankfurt).
Zeitstrafen: 2:3.
Siebenmeter: 4/5 : 3/5.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Samuel Seel (26., Hochheim/Wicker).


Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II - HSG Hochheim/Wicker II  35:32 (18:15)

Durch den Sieg im eigenen Wohnzimmer gegen Hochheim/Wicker II und die zeitgleiche Niederlage der SG Wehrheim sicherte sich Holzheims Reserve den Klassenerhalt. „Die Motivation war dementsprechend von Anfang an da, es klarzumachen“, sagte Trainer Johannes Schuster. Und das brachte die Heimmannschaft auch gleich zu Beginn auf die Platte. Über die gesamte Spielzeit lag man nie zurück, auch wenn sich die Rot-Schwarzen sich kein Polster herausspielen konnten. „Es war deutlich zu sehen, dass Hochheim/Wicker gerade zu Beginn unser Tempo nicht mitgehen konnte. Trotzdem waren wir leider defensiv nicht so stabil wie die letzten Wochen“, analysierte Schuster. Tim Müller bereitete der Schuster-Hintermannschaft immer wieder Probleme und wurde mit acht Treffern bester Schütze an diesem Tag. „Es war kein schönes, aber emotionales Spiel. Jetzt können wir die letzten Spiele ohne Druck genießen und die anderen Teams der Liga ärgern. Da freuen wir uns drauf“, so Schuster, der nach acht Jahren Amtszeit, dem TuS Holzheim ab nächster Saison nicht mehr von der Trainerbank aus zuschauen wird. Auf ihn folgt der frühere TuS-Spieler und -Trainer Christian Weiner.
Holzheim II: Lotz, Steckel - Ohl (7), N. Wolfgram (6/5), Mittler (2), Schnebeck, Lazzaro (6), Heep, Grünewald, Wöltche, Höhn (3), Jakobi, J. Wolfgram, Bühler (6), Friedrich.


Frauen, Bezirksoberliga:
HSG Sindlingen/Zeilsheim – TuS Holzheim 33:29 (18:14)

Im letzten Saisonspiel kassierte der TuS in Sindlingen eine Niederlage. Da beide Mannschaften mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun hatten, stand ein Rundenabschluss ohne jeglichen Druck ins Haus. Das spürte man beiden Teams an. Sie zeigten sehenswerten Handball und kombinierten schöne Tore heraus. „Leider war nur einer dagegen, der versuchte, den schönen Handballnachmittag zunichtezumachen. Jedoch ließen es beide Mannschaften nicht zu, dass dies geschah“, sagte das TuS-Trainerduo Jens und Nicole Steckel zum Unparteiischen, der sich in Geberlaune befand und zwölf Zeitstrafen sowie zwei Disqualifikationen aussprach. „Abschließend möchten wir uns bei unsere Mannschaft für die Saison bedanken. Es macht Riesenspaß, mit den Mädels zu arbeiten und freuen uns auf die kommende Saison“, so die Coaches.
Holzheim: Armborst – Reusch, Fetter, Hies, Mann (11), Salzmann (6), Trübenbach (4), Beil, Rutkowski, Korn, Stein, Helfrich (3), Würz (5).