Ausgeglichenes Konto nach klarem Derbysieg
Spielberichte vom Wochenende

Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – TV Idstein 32:23 (17:12)
6:6 Punkte nach sechs Spielen, dazu ein ausgeglichenes Torverhältnis – was auf den ersten Blick nach Mittelmaß in Reinkultur klingt, ist für den TuS Holzheim in Wahrheit eine bemerkenswerte Bilanz in der Oberliga Mitte, weil der TuS so sehr vom Verletzungspech eingeholt ist. Auch im Heimspiel gegen den TV Idstein standen nur neun Feldspieler aus dem Stamm der 1. Mannschaft auf dem Spielberichtsbogen. Dazu kam unter anderem Unterstützung durch Dominik Lazzaro und Maximilian Schenk, die im wichtigen Derby gegen den Bezirksnachbarn aushalfen. „Es war kein Hochkaräter heute“, fasste TuS-Trainer Miguel Esteves die Begegnung zusammen. Eine Durchschnittsleistung reichte aus, um den punktlosen Tabellenletzten deutlich in die Schranken zu verweisen. Idstein wollte die Partie am Dienstag wegen personeller Engpässe verlegen. Dafür kam das Schlusslicht aber mit doch recht breit aufgestelltem Kader nach Diez. Unter anderem konnte sich Trainer Stefan Raumer offenbar leisten, den ehemaligen Holzheimer David Schwarz in der zweiten Halbzeit auf der Bank sitzen zu lassen.
Die Ardecker eröffneten die Partie mit drei, vier Fahrkarten und brauchten sechs Minuten für den ersten Torerfolg durch Lukas Fischer. Der TuS kam hier mit einem blauen Auge davon, weil die Gäste bis dahin auch nur einen Wurf verwandelt hatten. „Wenn du dir das gegen einen anderen Gegner erlaubst, liegst du ganz schnell mit 2:7 zurück. Die Chancenverwertung bleibt ein Thema bei uns“, warnte Trainer Esteves. Wenn seine Mannschaft das Tempo anzog oder ins konsequente Umschaltspiel ging, kam der TVI nicht mehr hinterher. Die gefühlte Spielkontrolle der Holzheimer spiegelte sich aber erste nach 22 Minuten beim 13:7-Vorsprung deutlicher im Ergebnis wider. Ein Idsteiner 3:0-Lauf kurz vor der Pause ließ den Unterschied nach dem 17:10 (28.) wieder schrumpfen (17:13).
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit taten sich die Gastgeber zunächst schwer. Der gegnerische Rückraum kam in Laune, aber Ben Fischer zog Semsudin-Dino Turbljanin und Co. nach seiner Einwechslung wieder den Zahn. Bei der Esteves-Sieben wechselten sich spektakuläre Momente und fahrige Phasen weiterhin ab. „Wir haben uns phasenweise an die Schwierigkeiten des Gegners angepasst und uns lethargisch präsentiert“, kommentierte er. Das galt zum Beispiel für die Minuten 48 bis 55, die torlos verstrichen, ehe Lukas Fischer den bis dahin maximalen Unterschied herstellte (28:19). Idstein war nicht in der Lage diese Durchhänger zu nutzen. Im Hinblick auf das nächste Auswärtsspiel in Oberursel am kommenden Samstag wissen Esteves und Co-Trainer Martin Horn: „Dort müssen wir uns steigern.“

Holzheim: B. Fischer, Steckel – Langenau (9/6), Hölzer (1), Schenk (2), Theile (4), L. Fischer (7), Giebenhain (1), Waldforst, Bulut, Lazzaro (2), Jemixe (4), Manke (1), Schneider (1).
Idstein: Peiler, Knebel – van de Weyer (1), Konrad (2), Kaiser (4), Graulich (3), Badescu, Öhlschläger (1), Maxeiner, Viererbe (3), Trubljanin (4/1), Bierod (1), Schwarz (3/1), Angelov (1).
Schiedsrichter: Martin Füllgrabe / Marius Neukamp (TV Schaafheim / TV Langenselbold).
Zuschauer: 280.
Zeitstrafen: 4:5.
Siebenmeter: 6/6 : 2/2.