Abend im Zeichen der Abschiede
Vorschau aufs Wochenende

Männer, Oberliga:
TuS Holzheim - TSG Oberursel (Samstag, 19.30 Uhr)

Mit einem Heimsieg gegen die TSG Oberursel will sich der TuS Holzheim am Samstagabend ab 19.30 Uhr von seinen Fans aus der Saison 2025/26 in der Handball-Oberliga Hessen verabschieden. Es war eine gute Runde, das steht bereits jetzt bei noch zwei ausstehenden Begegnungen fest. Mit zwei Punkten Vorsprung auf die HSG Linden stehen die Chancen gut, die Runde hinter Regionalliga-Aufsteiger HSG Dotzheim/Schierstein abzuschließen. „Das ist unser Ziel für die letzten beiden Spiele“, sagt TuS-Trainer Dominik Jung. Gleichzeitig geht es im Diezer Sportzentrum darum, Revanche für das Hinspiel-Debakel in Oberursel kurz vor Weihnachten zu nehmen, als die Ardecker einen rabenschwarzen Tag erwischten und mit 22:35 unter die Räder kamen. „Noch einmal in vollen Zügen genießen“ will Trainer Jung den Saisonendspurt, der auch seine letzten Einsätze auf der TuS-Bank sein werden. Der Garbenheimer übernimmt im Sommer die SG Bruchköbel. Ob als Regional- oder Oberligist, das steht noch nicht fest.
Nicht nur für den Coach steht die offizielle Verabschiedungszeremonie an. Auch Laurin Moos, Maximilian Schenk, Felix Chodykin und Kevin Fischer nehmen Abschied von ihrem Heimatverein. Laurin Moos schließt sich dem künftigen Drittligisten HV Vallendar an und wird das erste Jahr in seiner Laufbahn bei einem anderen Verein absolvieren. Maximilian Schenk hängt seine Handballschuhe an den Nagel und will den Fokus stärker auf seine Familie richten. Aus beruflichen Gründen treten Kevin Fischer und Felix Chodykin, den es nach Frankfurt verschlägt, kürzer. Ein wenig (oder sogar mehr) Abschiedsschmerz wird also dabei sein.
Das Abschneiden der Rot-Schwarzen ist im ersten Jahr nach dem Regionalliga-Abstieg vor dem Hintergrund, dass immer wieder viele Spieler verletzungsbedingt ausfallen, umso höher zu bewerten. Ihren vorläufigen Höhepunkt im negativen Sinne erreichte die Ausfallflut vor einer Woche im Auswärtsspiel gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden, das trotzdem mit 34:20 gewonnen wurde. „Ich hoffe, dass uns gegen Oberursel wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen“, sagt Jung. Vor dem Wiesbaden-Spiel hatte er mit nur sechs Akteuren trainiert, eine Einheit war komplett ausgefallen. Zu allem Überfluss verletzte sich Tom Mittler als Aushilfe aus der zweiten Mannschaft am Knie. Und das mit einem Kreuzbandriss leider schwer.