TuS macht Spitzenteam Linden ratlos
Spielberichte vom Wochenende

Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – HSG Linden 26:21 (13:8)

Das war wieder einmal der TuS Holzheim, wie er leibt und lebt. Großer Einsatz, große Motivation einem Spitzenteam ein Bein zu stellen und großartige Körpersprache – das führte zum verdienten 26:21 (13:8)-Sieg gegen den Tabellenzweiten HSG Linden. Die Ardecker haben Spaß daran, im Aufstiegskampf ihre Note einzubringen. Tabellenführer HSG Dotzheim/Schierstein hat der TuS einen Zähler abgenommen, Verfolger Linden jetzt wie schon in der Hinrunde ein weiteres Mal sogar beide. Vor guter Kulisse im Diezer Sportzentrum ließ Holzheim den Worten seines Trainers Worten folgen. Dominik Jung wusste, dass man Linden stürzen kann, wenn die Leistung stimmt. Und wie sie stimmte.
Der TuS kassierte mit 21 Gegentore so wenige wie noch keine andere Mannschaft in dieser Saison gegen die Mittelhessen und wurde im Angriff von einem groß aufspielenden Duo geführt: Lukas Fischer traf siebenmal, Maximilian Schenk wie entfesselt sechsmal.
Bevor Atakan Bulut das erste TuS-Tor erzielte, waren annähernd sieben Minuten vergangen und der ehemalige Hüttenberger Zweitligaspieler Johannes Klein hatte zweimal getroffen. Wie die Gastgeber verteidigten und eine gute Kombination aus Abwehr sowie Torhüter Ben Fischer stellten, beeindruckte die Zuschauer genauso wie den Gegner. Linden biss sich die Zähne aus und fand nur wenige Lösungen, sodass die Rot-Schwarzen mit einer 13:8-Führung in die Kabine gingen.
Auch danach blockte der TuS etliche Würfe und verzeichnete Ballgewinne, die in Tempogegenstößen mündeten. So setzen Schenk, Bulut und Paul Bährens drei Überlaufangriffe in Folge zum 18:11 in die Maschen (38.). Holzheim schwamm auf der Erfolgs- und Euphoriewelle und zeigte auch in der Rückwärtsbewegung vollen Einsatz. Szenenapplaus ernteten Bährens und Hannes Jemixe, wie sie im Umschaltspiel lange Bälle sicherten. „Wir haben 60 Minuten lang leidenschaftlich verteidigt, auch gegen das Sieben-gegen-sechs, und als starkes Kolletiv überzeugt. Ich bin angetan von der Leistung der Mannschaft, es hat heute Spaß gemacht, das Spiel mitanzusehen", freute sich Trainer Dominik Jung. 
Ist durch den Heimsieg für den TuS jetzt noch etwas nach vorne möglich? Nach Minuspunkten ist Linden nur ein Punkt besser, Dotzheim/Schierstein vier Zähler. Man wäre also auf ein paar Stolperer des Spitzenduos angewiesen und selbst auf weitere Vorzeigeleistungen wie am Samstag. 

Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Reusch (2), Moos (3/2), Langenau, Chodykin (1), Horn, Bährens (1), L. Fischer (7), Giebenhain, Waldforst (1), Bulut (3), Schenk (6), Jemixe (2).
Linden: Wüst, Moustopoulos – Ebert, Werner (1), Foos (1), Rüdesheim (1), J. Höhn, Steinmüller (2), Weimer (2), M. Höhn (6/5), Klein (5), Piesch (2), Mikusch (1), Fischer.
Schiedsrichter: Florian Reuther/Michael Tobiasch (TV Idstein).
Zeitstrafen: 2:3.
Siebenmeter: 2/2:6/5.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Lindens Torben Werner (47., grobes Foulspiel).

Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II – HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim II  27:30 (15:16)

Der TuS Holzheim II unterlag am vergangenen Spieltag zu Hause knapp der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim II mit drei Toren Unterschied. „Wir wussten aus dem Hinspiel, dass es schwer wird. Wallau ist gespickt mit ehemaligen Oberliga- und Regionalligaspielern“, warnte Johannes Schuster vor der Partie. Seine Mannschaft fand vor heimischem Publikum in den Anfangsminuten nur schwer in das Spiel und lag zu Beginn schnell mit drei Zählern im Hintertreffen, konnte dies aber bis zur zehnten Spielminute wieder egalisieren. „Durch unser gutes Positionsspiel im Angriff haben wir uns in die Partie gekämpft“, analysierte Schuster. Doch der Trainer sah auch, dass sich in guten Phasen seiner Mannschaft immer wieder kleine Unaufmerksamkeiten einschlichen. „Wir haben uns damit selbst aus dem Spiel genommen. Leichte Ballverluste oder falsche Entscheidungen sorgten dafür, dass die Gäste immer wieder wegziehen konnten und wir nie näher als an den Ausgleich herankamen. Das hat uns viel Kraft gekostet“, ärgerte sich der Trainer. Mit der zweiten Niederlage in Folge und dem daraus resultierenden zehnten Tabellenplatz gilt es nun, im kommenden Derby gegen Eschhofen den Bock umzustoßen. „Es läuft aktuell viel gegen uns, nun müssen wir schauen, uns gemeinsam dort herauszukämpfen“, blickte Schuster nach vorne.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (1), Wolfgram (5), Mittler (5), Hölzer (1), Schneider, Hoffmeister, Lazzaro (7), Wöltche, Höhn (3), Jakobi (4), Bühler (1), Friedrich.
 

Frauen, Bezirksoberliga:
HSG Goldstein/Schwanheim – TuS Holzheim 26:21 (13:10)

In einem von beiden Seiten gut geführten Bezirksoberligaspiel fehlte den Holzheimer Frauen das nötige Quäntchen Glück. Fünf Würfe an den Pfosten oder die Latte des Goldsteiner Tores verhinderten ein Ergebnis auf Augenhöhe. Sowohl die Frankfurter Spielgemeinschaft als auch der TuS zeigten starke Abwehrleistungen inklusive überzeugender Torhüterinnen, die einige Bälle parierten. „Ich bin trotz der Niederlage sehr stolz auf mein Team, das nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft hat“, sagte TuS-Trainer Jens Steckel.
Holzheim: Hühn – Reusch, Fudickar (1), Fetter (1), Kolter, Hies, Mann (1), Salzmann (4), Trübenbach (8/3), Rutkowski, Korn, Helfrich (4/1), Illert (1), Würz (1).
 

Männliche D-Jugend, Bezirksoberliga:
SG Wehrheim/Obernhain – TuS Holzheim 26:30 (12:14)

Ersatzgeschwächt reiste die männliche D-Jugend in den Taunus, war aber fest entschlossen, keinesfalls mit leeren Händen nach Hause zu kehren. In der Limesschule entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Heimmannschaft erwartungsgemäß versuchte, den TuS unter Druck zu setzen. Doch die Mannschaft von Thomas Baby und Marcel Wlach hatte einen bärenstarken Rückhalt: Kai Steckel zwischen den Pfosten erwischte einen Sahnetag. Bereits den ersten freien Wurf des Gegners parierte er glänzend, und insgesamt zwölf weitere Paraden folgten im Laufe des Spiels. Dank dieser Paraden und einer konzentrierten Abwehrarbeit konnten sich seine Vorderleute Tor um Tor absetzen. Über ein schnelles 5:1 legten man den Grundstein für den weiteren Verlauf. Eine solide Defensivleistung und eine konsequente Wurfausbeute im Angriff sorgten dafür, dass die Ardecker mit einer verdienten 14:12-Führung in die Kabine gingen.
Nach dem Seitenwechsel wurde weiter um jeden Ball gekämpft. Besonders sehenswert waren die Anspiele an den Kreis, wo Mateo Franovic immer wieder goldrichtig stand und zehn Tore erzielte. Dennoch schlich sich zeitweise der Schlendrian ein, wodurch die SG Wehrheim/Obernhain verkürzte. Beim Stand von 19:21 wurde es noch einmal eng. In dieser entscheidenden Phase sprang der zündende Funke noch einmal auf die gesamte Mannschaft über, was zum Ausbauen des Vorsprungs führte (24:20, 26:21).
Neben den tollen Paraden und der mannschaftlichen Geschlossenheit blieb vor allem der faire Charakter des Spiels im Vordergrund.
Holzheim: Kai Steckel - Mateo Franovic (10), Carl Ohl (5/1), Daymian Wlach (5), Liras Fuchsberg (5), Lucas Happel (3), Elias Baby (1), Hendrik Bendel (1), Nicklas Heßler.