Souverän trotz schwieriger Vorzeichen

Spielberichte vom Wochehende

Männer, Oberliga:
HSG Eppstein/Langenhain – TuS Holzheim 28:39 (16:20)

An der Tabellenspitze der Handball-Oberliga Hessen Mitte bleibt alles beim Alten. Die HSG Linden hat mit einem Punkt Vorsprung auf die HSG Dotzheim/Schierstein die Führung inne, gefolgt vom TuS Holzheim, der eine Woche nach dem Remis gegen Dotzheim (29:29) vom Auswärtsspiel in Langenhain zwei Punkte mitbrachte. Die Ardecker waren gewarnt: Erstens hatte der Gegner zuletzt unter anderem mit einem Sieg über den TV Idstein auf sich aufmerksam gemacht, zweitens waren zahlreiche TuS-Spieler krankheitsgeschwächt, drittens die Erinnerungen an das jüngste Auswärtsspiel in Oberursel nicht die besten. Davon ließen sich die Rot-Schwarzen in der Wilhelm-Busch-Halle nicht von ihrem Weg abbringen. „Ich bin mit gemischten Gefühlen hergefahren“, gab Trainer Dominik Jung zu, der sich umso mehr über den deutlichen 39:28 (20:16)-Sieg freute. „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen und eine sehr gute Spielanlage gezeigt“, ergänzte er.
Holzheim präsentierte sich als homogenes Team und fand nach einer Viertelstunde seinen Rhythmus. Die paar anfänglichen Fehlwürfe nagten nicht am Selbstbewusstsein und wurden schnell aus den Kleidern geschüttelt. Vor allem der Rückraum hatte Zielwasser getrunken. Lukas Fischer und Christoph Horn gingen mit jeweils acht Toren voran. Gewarnt vor der deutlich ansteigenden Formkurve der Gastgeber, stellte der TuS eine aufmerksame Deckung, in der sich die Eppsteiner und Langenhainer häufig verstrickten, was im Gegenstoß zu einfachen Toren führte. In der Endphase der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt. Die Jung-Sieben schwächelte plötzlich, zeigte vorübergehende Konzentrationsmängel, was die HSG nutzte, um 12:19 zum 16:20-Pausenstand zu verkürzen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit entledigte sich der ebenfalls angeschlagene Paul Bährens seines Pullovers und war in den Minuten nach der Einwechslung ein wichtiger Faktor im Holzheimer Spiel. Mit zwei Toren und einem Ballgewinn innerhalb kurzer Zeit machte Bährens in einer wichtigen Phase den Unterschied aus. Dir Aartaler knüpften jetzt wieder an ihre souveräne Leistung aus der ersten Hälfte an und entschieden mit einem 8:2-Lauf zum 32:22-Zwischenstand (48.) die Begegnung.

Eppstein/Langenhain: Keller, Schreyer – Löffler (2), Bocklet (4), Pursche (1), Dorner, L. Schier (1), Erdmann (3), Skrobisch, Warhanowicz, F. Schier (3), Partale (5), Groß, Lang (1), Wrede, Grosskopf (8).
Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Moos (3), Langenau (2), Chodykin (3), Horn (8), L. Fischer (8), Giebenhain, Waldforst, Bulut (4), Schenk (6), Jemixe (2), Bährens (3).
Schiedsrichter: Dominik Schäfer/Jens Sämann (HSG Dornholzhausen/Groß-Gerau / Eintracht Frankfurt).
Zeitstrafen: 2:3.
Siebenmeter: 5/5:3/2.
 

Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II – TSG Eddersheim  33:24 (17:7)

„Bloß nicht unterschätzen“, lautete die Holzheimer Devise vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSG Eddersheim. Aus dem mit vier Toren Unterschied gewonnenen Hinspiel wusste die TuS-Reserve, dass auch diese Partie kein Selbstläufer wird. Nach einem anfänglichen Abtasten spielten die Gastgeber ihren taktischen Plan bravourös runter. Im Anschluss an das 6:6 blieb Felix Lotz zwischen den Pfosten 16 Minuten lang ohne Gegentor. Mit Tempo nach vorn und Torgefahr von allen Positionen spielten die Ardecker ihre Überlegenheit aus. „Wir haben eine stabile Abwehr gestellt und sind über erste und zweite Welle immer wieder erfolgreich zum Abschluss gekommen“, beschrieb Trainer Johannes Schuster, wie es zur 17:7-Halbzeitführung kam. Egal ob durch Kyle Wöltche von Rechtsaußen, Lennart Jakobi oder Tom Mittler aus dem Rückraum oder Dominik Lazzaro vom Kreis – die Gastgeber hatten zahlreiche Asse im Ärmel. Schuster verteilte im Spielverlauf die Einsatzzeiten auf alle Spieler, ohne dass Leistungseinbüßen stattgefunden hätten. „Wir haben viel ausprobiert und einiges mitgenommen für die nächsten Aufgaben. Es war ein Pflichtsieg, aber den haben wir sehr überzeugend eingefahren“, so Schuster.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (2), N. Wolfgram (6/2), Mittler (6), Hölzer (1), Schnebeck, Lazzaro (6), Wöltche (4), Höhn (2), Jakobi (4), J.-E. Wolfgram (1), Bühler, Friedrich (1).


Frauen, Bezirksoberliga:
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – TuS Holzheim  17:19 (7:9)

Mit einer starken Mannschaftsleistung entführen die Holzheimer Frauen zwei Punkte aus Wiesbaden. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von extremer Nervosität geprägt, was zu vielen Fehlern führte. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit setzte sich das Team von Trainer Jens Steckel etwas ab. Nun riefen die Spielerinnen die im Training einstudierten Spielzüge ab, die Früchte trugen und zu Toren führten. Durch einen Durchhänger im zweiten Abschnitt kippte das Ergebnis. Wiesbaden drehte das Holzheimer 10:7 in ein 13:12 für sich (47.). Es blieb die letztmalige Führung für die HSG. „Da zeigte die Mannschaft extreme Moral“, freute sich Trainer Steckel. Auch wenn das Ergebnis mit 19:17 knapp ausfiel, konnte der TuS auf einen verdienten Sieg zurückblicken, zu dem Paula Stark nervenstark drei Siebenmeter- und zwei Feldtore beitrug. Sie war die beste Schützen der Holzheimerinnen.
Holzheim: Hühn – Reusch, Fudickar (3/1), Fetter, Kolter, Hies (1/1), Mann (3), Salzmann (4), Trübenbach, Rutkowski, Korn, Stein (5/3), Helfrich (1), Würz (2).