
Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – HSG Dotzheim/Schierstein 29:29 (10:11)
Der Abstand zwischen dem TuS Holzheim und der HSG Dotzheim/Schierstein in der Tabelle der Handball-Oberliga Hessen bleibt auch nach dem Spitzenspiel unverändert. Im Diezer Sportzentrum, mit zeitlicher Überschneidung zum Europameisterschaftsspiel der deutschen Männer gegen Norwegen, was trotz des angebotenen Public Viewings direkt nach dem Ende der Oberligapartie einige Zuschauer kostete, trennten sich beide Teams mit einem 29:29. Zur Halbzeit hatten die Gäste aus Wiesbaden mit 11:10 in Führung gelegen.
Wie erwartet, standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, von denen jede dieses Spiel für sich hätte entscheiden können. Nachdem in der torarmen ersten Halbzeit (5:4 für Holzheim nach einer Viertelstunde) der maximale Unterschied zwei Treffer betragen hatte (5:3), schien sich das Momentum auf die Seite der Ardecker zu bewegen, die die zweite Halbzeit mit mehr Druck auf die Dotzheimer Deckung begannen und die Lücken fanden. Ein 4:0-Lauf durch Paul Bährens, zweimal Christoph Horn und Lukas Fischer bedeutete nach 39 Minuten das 18:14. Als der TuS nach dem 19:17 durch Laurin Moos durch die dritte Zeitstrafe gegen Talha Deveci zwei Minuten in Überzahl auf der Platte stand, witterte man die Gelegenheit zur Revanche für die 20:29-Niederlage beim Saisonauftakt. Aber: Holzheims Überzahl ging mit 3:0 an den Tabellenzweiten, der sich die Führung zurückholte (19:21, 49.). Die eklatante Holzheimer Abschlussschwäche, vor allem von den Außenpositionen verzweifelten die Gastgeber an HSG-Schlussmann Paul Bonin, machte sich weiterhin bemerkbar. Das kompensierte die Mannschaft von Trainer Dominik Jung durch eine ebenfalls starke Torhüterleistung von Ben Fischer, insgesamt guter Deckung und gerade im zweiten Durchgang ordentlichem Tempospiel. Das 26:28 durch Arne Klein (57.) setzte die Rot-Schwarzen unter Druck. Sie hielten stand. Maximilian Schenk brach aus schwierigem Winkel von Linksaußen den Bann und Hannes Jemixe, mit acht Toren bester Feldtorschütze der Partie, glich aus. Wichtig, dass Holzheim in der dramatischen Endphase beim Abschluss kühlen Kopf bewahrte. Marc Teuner verwandelte auch seinen neunten Siebenmeter zum 28:29 (59.) – wieder musste Holzheim treffen. Trainer Jung rief seine Mannen vor dem letzten TuS-Angriff noch einmal zur Auszeit zusammen. Den Abschluss nahm sich wieder Jemixe – wieder drin. Gut zwei Stunden vorher hatte die zweite Holzheimer Mannschaft das Reserveduell in der Bezirksoberliga gegen Dotzheim/Schierstein durch ein Gegentor zwei Sekunden vor der Sirene mit 33:34 verloren. Das doppelte bittere Ende blieb aus, weil Liga-Top-Torschütze Teuner den letzten Wurf knapp am Tor vorbeisetzte.
Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Reusch (1), Moos (6/4), Langenau (2), Chodykin, Horn (3), L. Fischer (3), Giebenhain, Waldforst, Bulut, Schenk (2), Jemixe (8), Bährens (4).
Dotzheim/Schierstein: Bonin, Schelter – B. Klein (2), Blumenthal, Deveci, Kletsch (3), A. Klein (2), Bienefeld, Kunadt (1), Schmidtmann (5), Föller (1), Denard (2), Teuner (12/9), Nitzke.
Schiedsrichter: Marco Hildebrand/Matthias Loll (FT Fulda/HSG Vulkan Vogelsberg).
Zeitstrafen: 0:3
Siebenmeter: 5/4:9/9.
Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II - HSG Dotzheim/Schierstein II 33:34 (19:18)
In letzter Sekunde hat der TuS Holzheim zu Hause das Reservenduell knapp gegen den HSG Dotzheim/Schierstein II verloren. „Die Niederlage war unglücklich, ich denke, ein Remis wäre gerecht gewesen. Trotzdem bin ich mit dem Kampf und der Einstellung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, resümierte Trainer Johannes Schuster. Mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft blieb Schuster nicht viel Spielraum für taktische Wechsel. Nils Wolfgram, Lennart Jakobi und Tom Mittler waren die einzigen gelernten Rückraumspieler, und auch sonst mussten die Anfangsformation – bis auf kleinere Wechsel – nahezu 60 Minuten arbeiten. „Es war von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel“, so Schuster. Die Zuschauer bekamen einen sehenswerten, offenen Schlagabtausch beider Mannschaften geboten. Zunächst startete der TuS besser ins Spiel und setzte sich nach fünf Minuten auf drei Tore ab. Davon ließ sich Dotzheim jedoch nicht beeindrucken und drehte das Ergebnis zu ihren Gunsten. Bis zur Pause hatten dann wieder die Gastgeber die Nase vorn und gingen mit einem Treffer mehr auf dem Konto in die wohlverdiente Pause (19:18). „Wir haben nach vorne Tempo gemacht und hinten eine gute Abwehr gestellt“, sagte Schuster zufrieden und führte aus: „Im zweiten Abschnitt wurden die Abwehrreihen noch konsequenter.“ Ein einstudierter Angriff des TuS 30 Sekunden vor Schluss trug nicht die erhofften Früchte, denn der Pass auf Nils Wolfgram kam nicht präzise genug an, um alleine auf das Gästetor zu stoßen. Im Gegenzug fingen sich die Ardecker zwei Sekunden vor Ende der Partie den Gegentreffer durch Stefanos Pappas und mussten sich mit einem Tor geschlagen geben. „Wir können viel für die nächsten Spiele mitnehmen und es dort besser machen“, blickt Schuster auf die kommenden Wochen.
Holzheim: Lotz, Steckel - Ohl (3), Wolfgram (8/2), Mittler (3), Schnebeck (1), Lazzaro (12), Schneider, Wöltche (1), Höhn (1), Jakobi (3), Friedrich (1).

Kein Sieger im Spitzenspiel
Spielberichte vom Wochenende
Männer, Oberliga:
TuS Holzheim – HSG Dotzheim/Schierstein 29:29 (10:11)
Der Abstand zwischen dem TuS Holzheim und der HSG Dotzheim/Schierstein in der Tabelle der Handball-Oberliga Hessen bleibt auch nach dem Spitzenspiel unverändert. Im Diezer Sportzentrum, mit zeitlicher Überschneidung zum Europameisterschaftsspiel der deutschen Männer gegen Norwegen, was trotz des angebotenen Public Viewings direkt nach dem Ende der Oberligapartie einige Zuschauer kostete, trennten sich beide Teams mit einem 29:29. Zur Halbzeit hatten die Gäste aus Wiesbaden mit 11:10 in Führung gelegen.
Wie erwartet, standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, von denen jede dieses Spiel für sich hätte entscheiden können. Nachdem in der torarmen ersten Halbzeit (5:4 für Holzheim nach einer Viertelstunde) der maximale Unterschied zwei Treffer betragen hatte (5:3), schien sich das Momentum auf die Seite der Ardecker zu bewegen, die die zweite Halbzeit mit mehr Druck auf die Dotzheimer Deckung begannen und die Lücken fanden. Ein 4:0-Lauf durch Paul Bährens, zweimal Christoph Horn und Lukas Fischer bedeutete nach 39 Minuten das 18:14. Als der TuS nach dem 19:17 durch Laurin Moos durch die dritte Zeitstrafe gegen Talha Deveci zwei Minuten in Überzahl auf der Platte stand, witterte man die Gelegenheit zur Revanche für die 20:29-Niederlage beim Saisonauftakt. Aber: Holzheims Überzahl ging mit 3:0 an den Tabellenzweiten, der sich die Führung zurückholte (19:21, 49.). Die eklatante Holzheimer Abschlussschwäche, vor allem von den Außenpositionen verzweifelten die Gastgeber an HSG-Schlussmann Paul Bonin, machte sich weiterhin bemerkbar. Das kompensierte die Mannschaft von Trainer Dominik Jung durch eine ebenfalls starke Torhüterleistung von Ben Fischer, insgesamt guter Deckung und gerade im zweiten Durchgang ordentlichem Tempospiel. Das 26:28 durch Arne Klein (57.) setzte die Rot-Schwarzen unter Druck. Sie hielten stand. Maximilian Schenk brach aus schwierigem Winkel von Linksaußen den Bann und Hannes Jemixe, mit acht Toren bester Feldtorschütze der Partie, glich aus. Wichtig, dass Holzheim in der dramatischen Endphase beim Abschluss kühlen Kopf bewahrte. Marc Teuner verwandelte auch seinen neunten Siebenmeter zum 28:29 (59.) – wieder musste Holzheim treffen. Trainer Jung rief seine Mannen vor dem letzten TuS-Angriff noch einmal zur Auszeit zusammen. Den Abschluss nahm sich wieder Jemixe – wieder drin. Gut zwei Stunden vorher hatte die zweite Holzheimer Mannschaft das Reserveduell in der Bezirksoberliga gegen Dotzheim/Schierstein durch ein Gegentor zwei Sekunden vor der Sirene mit 33:34 verloren. Das doppelte bittere Ende blieb aus, weil Liga-Top-Torschütze Teuner den letzten Wurf knapp am Tor vorbeisetzte.
Holzheim: B. Fischer, K. Fischer, Krohn – Reusch (1), Moos (6/4), Langenau (2), Chodykin, Horn (3), L. Fischer (3), Giebenhain, Waldforst, Bulut, Schenk (2), Jemixe (8), Bährens (4).
Dotzheim/Schierstein: Bonin, Schelter – B. Klein (2), Blumenthal, Deveci, Kletsch (3), A. Klein (2), Bienefeld, Kunadt (1), Schmidtmann (5), Föller (1), Denard (2), Teuner (12/9), Nitzke.
Schiedsrichter: Marco Hildebrand/Matthias Loll (FT Fulda/HSG Vulkan Vogelsberg).
Zeitstrafen: 0:3
Siebenmeter: 5/4:9/9.
Männer, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim II - HSG Dotzheim/Schierstein II 33:34 (19:18)
In letzter Sekunde hat der TuS Holzheim zu Hause das Reservenduell knapp gegen den HSG Dotzheim/Schierstein II verloren. „Die Niederlage war unglücklich, ich denke, ein Remis wäre gerecht gewesen. Trotzdem bin ich mit dem Kampf und der Einstellung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, resümierte Trainer Johannes Schuster. Mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft blieb Schuster nicht viel Spielraum für taktische Wechsel. Nils Wolfgram, Lennart Jakobi und Tom Mittler waren die einzigen gelernten Rückraumspieler, und auch sonst mussten die Anfangsformation – bis auf kleinere Wechsel – nahezu 60 Minuten arbeiten. „Es war von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel“, so Schuster. Die Zuschauer bekamen einen sehenswerten, offenen Schlagabtausch beider Mannschaften geboten. Zunächst startete der TuS besser ins Spiel und setzte sich nach fünf Minuten auf drei Tore ab. Davon ließ sich Dotzheim jedoch nicht beeindrucken und drehte das Ergebnis zu ihren Gunsten. Bis zur Pause hatten dann wieder die Gastgeber die Nase vorn und gingen mit einem Treffer mehr auf dem Konto in die wohlverdiente Pause (19:18). „Wir haben nach vorne Tempo gemacht und hinten eine gute Abwehr gestellt“, sagte Schuster zufrieden und führte aus: „Im zweiten Abschnitt wurden die Abwehrreihen noch konsequenter.“ Ein einstudierter Angriff des TuS 30 Sekunden vor Schluss trug nicht die erhofften Früchte, denn der Pass auf Nils Wolfgram kam nicht präzise genug an, um alleine auf das Gästetor zu stoßen. Im Gegenzug fingen sich die Ardecker zwei Sekunden vor Ende der Partie den Gegentreffer durch Stefanos Pappas und mussten sich mit einem Tor geschlagen geben. „Wir können viel für die nächsten Spiele mitnehmen und es dort besser machen“, blickt Schuster auf die kommenden Wochen.
Holzheim: Lotz, Steckel - Ohl (3), Wolfgram (8/2), Mittler (3), Schnebeck (1), Lazzaro (12), Schneider, Wöltche (1), Höhn (1), Jakobi (3), Friedrich (1).
