
Männer, Oberliga:
TSG Oberursel - TuS Holzheim 35:22 (14:8)
Mit einem guten letzten Eindruck wollte sich der TuS Holzheim nach einer bis dato durchaus erfolgreichen ersten Saisonhälfte in der Handball-Oberliga Hessen Mitte in die Winterpause verabschieden, doch dieser Versuch ging am Samstagabend gründlich daneben. Holzheim verlor bei der TSG Oberursel sang- und klanglos mit 22:35 (8:14). Bei einem Gegner, der vor einer Woche in Dotzheim mit 15 Toren Unterschied verloren hatte und trotz des Sieges gegen den TuS mit jetzt 10:14 Punkten noch immer bei einer negativen Bilanz steht.
Da fiel es Holzheims Trainer Dominik Jung schwer, zu erklären, wie seine Mannschaft im Hochtaunuskreis nach acht Siegen aus neun Spielen mitten im Höhenflug dermaßen die Flügel gestutzt bekommen konnte. Anstatt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bleiben, gehen die Ardecker mit vier Minuspunkten mehr Ballast im Gepäck als die erstplatzierte HSG Linden ins neue Jahr. Ausgerechnet jetzt ereilte die Rot-Schwarzen diese Abreibung, da der Spielplan vorerst keine Möglichkeit bietet, die Scharte auszuwetzen. „Diese Niederlage tut mir persönlich sehr weh. Es wird bei mir etwas länger dauern, bis ich dieses Ergebnis verkraftet habe“, war Trainer Jung nach einer der schwersten Niederlagen unter seiner Trainer-Regie, wie er die Partie selbst bewertete.
Kein Holzheimer Spieler erwischte auch nur annähernd Normalform. Ja, der TuS hatte aufgrund von Krankheitsfällen keine perfekte Trainingswoche als Vorbereitung auf das Oberursel-Spiel, aber das sollte keine Erklärung für die schwächste Saisonleistung sein. Nach der suchte Trainer Jung vergebens. „Es war ein komplettes Versagen in allen Mannschaftsteilen. Die Körpersprache als unsere größte Stärke hat komplett gefehlt“, stellte Jung schnell fest. Die Gäste handelten sich direkt einen 0:3-Rückstand ein und brauchten neun Minuten für das erste Feldtor durch Hannes Jemixe. Holzheim kann in den Minuten danach etwas besser ins Rollen, doch das Aufholen zum 3:4 war nur ein kurzes Strohfeuer.
Nach dem 7:5 für Oberursel konnten Bennet Wienand und Julian Rummel, die beiden Haupttorschützen der TSG, schalten und walten, wie sie wollten. Sie wechselten sich mit jeweils drei Treffern ab und erhöhten den Unterschied auf 13:7 (27.). „Wir haben in der Abwehr nicht an unsere zuletzt guten Leistungen angeknüpft und unsere Chancenverwertung war katastrophal“, erklärte Jung den 8:14-Rückstand zur Halbzeitpause.
Auch die Kabinenpredigt zeigte diesmal keinerlei Wirkung. Kein Aufbäumen, keine neuen Ideen, keine Aufholjagd – das Team aus dem Aartal enttäuschte auch im zweiten Durchgang. Eine hingegen selbstbewusst aufspielende Oberurseler Mannschaft gab weiterhin Gas und bestrafte Holzheims Schwächen kaltblütig. Nach einer Dreiviertelstunde war der Toreunterschied zweistellig (23:11) und das blieb er auch bis zum 35:22-Endstand. Das Einzige, was Dominik Jung zuversichtlich stimmt, ist, dass er den Charakter seines Teams kennt: „Ich weiß, dass wir im neuen Jahr wieder unser wahres Gesicht zeigen werden.“
Oberursel: Knebel, Witzel – Bick (2), Hetzel (4), Rummel (6/2), Widera, Weidmann (1), Biya, Brambrink (6), Günther (1), Wienand (8), Avemann (6), Gogolin (1).
Holzheim: B. Fischer, Krohn – Reusch (1), Moos (6/2), Langenau (3), Chodykin (1), Horn (2/1), L. Fischer (1), Giebenhain, Waldforst (1), Bulut (3), Schenk (2), Jemixe (2), Bährens.
Schiedsrichter: Tobias Haas/Jens Reinhard (HSG Rodenstein/TV Groß-Zimmern).
Zeitstrafen: 4:4.
Siebenmeter: 3/2:5/3.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Oberursels Driss Biya (30.).
Männer, Bezirksoberliga:
HSG Wehrheim/Obernhain – TuS Holzheim 29:30 (15:16)
Für Holzheims Zweitvertretung gab es in den vergangenen Spielzeiten in Wehrheim nie viel zu holen. Die Sporthalle der Limesschule war demnach kein Sehnsuchtsort für die Oberliga-Reserve, die sich diesmal deutlich widerstandsfähiger gegen die heimstarke HSG präsentiert und zwei Punkte holte. „Wir haben im Angriff mit unsere beste Saisonleistung gezeigt“, war Trainer Johannes Schuster folgerichtig auch zufrieden. Die Mannschaft hielt sich konsequent an den taktischen Plan und zeigte im Angriff einen guten Spielfluss. Vor allem Jan-Erik Wolfgram gefiel als Ballverteiler. Nach dem guten Start verloren die Gäste ab der 20. Minute ein wenig den Faden, fanden diesen aber schnell wieder. Ein von Pascal Höhn verwandelter Tempogegenstoß bedeutete die 16:15-Pausenführung. Ohne Peter Friedrich und den im ersten Abschnitt ausgefallenen Elias Ohl musste Schuster improvisieren, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte. Mit gewohnter Heimstärke und Kampfkraft ließ sich Wehrheim nicht abschütteln und schloss bis auf ein Tor auf. Kleinigkeiten entschieden in der spannenden Endphase, in der Holzheim mehr Schlüsselmomente auf seiner Seite hatte. Felix Lotz parierte einen Gegenstoß der Gastgeber und Dominik Lazzaro überraschte knapp eine halbe Minute vor Schluss bei passivem Spiel mit einem direkten Freiwurf und die Latte.
Durch den sechsten Saisonsieg geht Holzheims zweite Mannschaft mit 12:12 Punkten als Tabellensiebter ins neue Jahr.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (2), N. Wolfgram (6/6), Koch (1), Mittler (3), Schnebeck, Hölzer, Lazzaro (6), Heep, Höhn (4), Jakobi (6), J.-E. Wolfgram (2).
Frauen, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – HSG Sindlingen/Zeilsheim 31:24 (14:13)
Unter der Woche wurde bei den Holzheimer Frauen das eine und andere Thema im Training angesprochen, was zuletzt schief gelaufen war. Die Reaktion sah man im Spiel gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim. „Das, was wir trainiert haben, hat fast immer zu Torerfolgen geführt, und in der Abwehr haben wir uns gegenseitig ausgeholfen“, sagte Trainer Jens Steckel. Mit der sehr starken Johanna Hühn im Tor, die etliche freie Würfe zwei Siebenmeter parierte, sowie der prima aufgelegten Jula-Mae Trübenbach (10 Tore) hatte der Gegner keine Chance. „Jeder einzelne hat gestern dazu beigetragen, mit einem Sieg das Jahr 2025 zu beenden“, so Steckel. In den Dienst der Mannscahft stellte sich Vanessa Wengenroth, da aufgrund der dünnen Personaldecke aushalf.
Holzheim: Hühn – Reusch (1), Wengenroth, Fetter (1), Hies (2), Mann (5), Salzmann (4), Trübenbach (10/3), Korn, Helfrich (2/1), Würz (6).

Böse Enttäuschung in Oberursel
Spielberichte vom Wochenende
Männer, Oberliga:
TSG Oberursel - TuS Holzheim 35:22 (14:8)
Mit einem guten letzten Eindruck wollte sich der TuS Holzheim nach einer bis dato durchaus erfolgreichen ersten Saisonhälfte in der Handball-Oberliga Hessen Mitte in die Winterpause verabschieden, doch dieser Versuch ging am Samstagabend gründlich daneben. Holzheim verlor bei der TSG Oberursel sang- und klanglos mit 22:35 (8:14). Bei einem Gegner, der vor einer Woche in Dotzheim mit 15 Toren Unterschied verloren hatte und trotz des Sieges gegen den TuS mit jetzt 10:14 Punkten noch immer bei einer negativen Bilanz steht.
Da fiel es Holzheims Trainer Dominik Jung schwer, zu erklären, wie seine Mannschaft im Hochtaunuskreis nach acht Siegen aus neun Spielen mitten im Höhenflug dermaßen die Flügel gestutzt bekommen konnte. Anstatt auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bleiben, gehen die Ardecker mit vier Minuspunkten mehr Ballast im Gepäck als die erstplatzierte HSG Linden ins neue Jahr. Ausgerechnet jetzt ereilte die Rot-Schwarzen diese Abreibung, da der Spielplan vorerst keine Möglichkeit bietet, die Scharte auszuwetzen. „Diese Niederlage tut mir persönlich sehr weh. Es wird bei mir etwas länger dauern, bis ich dieses Ergebnis verkraftet habe“, war Trainer Jung nach einer der schwersten Niederlagen unter seiner Trainer-Regie, wie er die Partie selbst bewertete.
Kein Holzheimer Spieler erwischte auch nur annähernd Normalform. Ja, der TuS hatte aufgrund von Krankheitsfällen keine perfekte Trainingswoche als Vorbereitung auf das Oberursel-Spiel, aber das sollte keine Erklärung für die schwächste Saisonleistung sein. Nach der suchte Trainer Jung vergebens. „Es war ein komplettes Versagen in allen Mannschaftsteilen. Die Körpersprache als unsere größte Stärke hat komplett gefehlt“, stellte Jung schnell fest. Die Gäste handelten sich direkt einen 0:3-Rückstand ein und brauchten neun Minuten für das erste Feldtor durch Hannes Jemixe. Holzheim kann in den Minuten danach etwas besser ins Rollen, doch das Aufholen zum 3:4 war nur ein kurzes Strohfeuer.
Nach dem 7:5 für Oberursel konnten Bennet Wienand und Julian Rummel, die beiden Haupttorschützen der TSG, schalten und walten, wie sie wollten. Sie wechselten sich mit jeweils drei Treffern ab und erhöhten den Unterschied auf 13:7 (27.). „Wir haben in der Abwehr nicht an unsere zuletzt guten Leistungen angeknüpft und unsere Chancenverwertung war katastrophal“, erklärte Jung den 8:14-Rückstand zur Halbzeitpause.
Auch die Kabinenpredigt zeigte diesmal keinerlei Wirkung. Kein Aufbäumen, keine neuen Ideen, keine Aufholjagd – das Team aus dem Aartal enttäuschte auch im zweiten Durchgang. Eine hingegen selbstbewusst aufspielende Oberurseler Mannschaft gab weiterhin Gas und bestrafte Holzheims Schwächen kaltblütig. Nach einer Dreiviertelstunde war der Toreunterschied zweistellig (23:11) und das blieb er auch bis zum 35:22-Endstand. Das Einzige, was Dominik Jung zuversichtlich stimmt, ist, dass er den Charakter seines Teams kennt: „Ich weiß, dass wir im neuen Jahr wieder unser wahres Gesicht zeigen werden.“
Oberursel: Knebel, Witzel – Bick (2), Hetzel (4), Rummel (6/2), Widera, Weidmann (1), Biya, Brambrink (6), Günther (1), Wienand (8), Avemann (6), Gogolin (1).
Holzheim: B. Fischer, Krohn – Reusch (1), Moos (6/2), Langenau (3), Chodykin (1), Horn (2/1), L. Fischer (1), Giebenhain, Waldforst (1), Bulut (3), Schenk (2), Jemixe (2), Bährens.
Schiedsrichter: Tobias Haas/Jens Reinhard (HSG Rodenstein/TV Groß-Zimmern).
Zeitstrafen: 4:4.
Siebenmeter: 3/2:5/3.
Besonderheit: Disqualifikation gegen Oberursels Driss Biya (30.).
Männer, Bezirksoberliga:
HSG Wehrheim/Obernhain – TuS Holzheim 29:30 (15:16)
Für Holzheims Zweitvertretung gab es in den vergangenen Spielzeiten in Wehrheim nie viel zu holen. Die Sporthalle der Limesschule war demnach kein Sehnsuchtsort für die Oberliga-Reserve, die sich diesmal deutlich widerstandsfähiger gegen die heimstarke HSG präsentiert und zwei Punkte holte. „Wir haben im Angriff mit unsere beste Saisonleistung gezeigt“, war Trainer Johannes Schuster folgerichtig auch zufrieden. Die Mannschaft hielt sich konsequent an den taktischen Plan und zeigte im Angriff einen guten Spielfluss. Vor allem Jan-Erik Wolfgram gefiel als Ballverteiler. Nach dem guten Start verloren die Gäste ab der 20. Minute ein wenig den Faden, fanden diesen aber schnell wieder. Ein von Pascal Höhn verwandelter Tempogegenstoß bedeutete die 16:15-Pausenführung. Ohne Peter Friedrich und den im ersten Abschnitt ausgefallenen Elias Ohl musste Schuster improvisieren, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte. Mit gewohnter Heimstärke und Kampfkraft ließ sich Wehrheim nicht abschütteln und schloss bis auf ein Tor auf. Kleinigkeiten entschieden in der spannenden Endphase, in der Holzheim mehr Schlüsselmomente auf seiner Seite hatte. Felix Lotz parierte einen Gegenstoß der Gastgeber und Dominik Lazzaro überraschte knapp eine halbe Minute vor Schluss bei passivem Spiel mit einem direkten Freiwurf und die Latte.
Durch den sechsten Saisonsieg geht Holzheims zweite Mannschaft mit 12:12 Punkten als Tabellensiebter ins neue Jahr.
Holzheim: Lotz, Steckel – Ohl (2), N. Wolfgram (6/6), Koch (1), Mittler (3), Schnebeck, Hölzer, Lazzaro (6), Heep, Höhn (4), Jakobi (6), J.-E. Wolfgram (2).
Frauen, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – HSG Sindlingen/Zeilsheim 31:24 (14:13)
Unter der Woche wurde bei den Holzheimer Frauen das eine und andere Thema im Training angesprochen, was zuletzt schief gelaufen war. Die Reaktion sah man im Spiel gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim. „Das, was wir trainiert haben, hat fast immer zu Torerfolgen geführt, und in der Abwehr haben wir uns gegenseitig ausgeholfen“, sagte Trainer Jens Steckel. Mit der sehr starken Johanna Hühn im Tor, die etliche freie Würfe zwei Siebenmeter parierte, sowie der prima aufgelegten Jula-Mae Trübenbach (10 Tore) hatte der Gegner keine Chance. „Jeder einzelne hat gestern dazu beigetragen, mit einem Sieg das Jahr 2025 zu beenden“, so Steckel. In den Dienst der Mannscahft stellte sich Vanessa Wengenroth, da aufgrund der dünnen Personaldecke aushalf.
Holzheim: Hühn – Reusch (1), Wengenroth, Fetter (1), Hies (2), Mann (5), Salzmann (4), Trübenbach (10/3), Korn, Helfrich (2/1), Würz (6).
