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Holzheim findet keine Spannung

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
TuS Holzheim - MSG Linden  24:28 (10:13)
Irgendwann kommt in einer Saison zwangsläufig der Zeitpunkt, da können die Pläne und Vorhaben noch so ambitioniert sein, aber die Umsetzung will einfach nicht mehr gelingen, weil der Akku leer zu sein scheint. Noch nicht einmal konditionell trotz schwieriger personeller Voraussetzungen, sondern viel mehr vom Kopf her konnten die Handballer des TuS Holzheim im Saisonfinale der Landesliga Hessen Mitte der MSG Linden nichts mehr viel entgegensetzen. Mit 24:28 (10:13) unterlagen die Ardecker, die die Spielzeit mit 26:26 Punkten auf Rang sechs beenden, dem Dritten MSG Linden. „Wir hatten heute keine Spannung mehr im Spiel“, klagte Trainer Christian Bittkau. „Wir wollen aus einer aggressiven Deckung heraus die Lindener mit hohem Tempo unter Druck setzen, konnten das jedoch nicht umsetzen.“
Im Ballvortrag passierten dem TuS zahlreiche technische Fehler und gegen den 53-jährigen Torwart-Methusalem Michael Rocksien („Nach diesem Spiel ist für mich definitiv Schluss“) etliche Fehlwürfe bei glasklaren Chancen. Der frühere Bad Schwartauer, Niederwürzbacher und Wetzlarer Erstliga-Schlussmann macht mit seiner Erfahrung eben auch einmal Sachen, die sich andere Torhüter nicht trauen. Zum Beispiel bei einem Tempogegenstoß von Robert Dettling stehen zu bleiben und damit die richtige Entscheidung zu treffen.
Die Rot-Schwarzen hielten eine Viertelstunde lang gegen den mittelhessischen Favoriten gut mit, wenngleich schon in dieser Phase mehr möglich gewesen wäre als ein Rückstand mit zwei, drei Bällen. Als die Deckung, in der Trainer Bittkau im Sommer eine neue Formation ohne Tobias Baum austüfteln muss, im zweiten Abschnitt immer weniger Gegenwehr leistete, vorne Ebbe im Abschluss und Einleiten von Initialzündungen herrschte und die Minuten 41 bis 49 mit 6:1 an die Gäste gingen, musste Holzheim seine Heimsiegpläne zum Rundenabschluss begraben. „Unser Angriff war leider limitiert. Es gab nur wenig Abstimmung“, haderte der TuS-Coach. Immerhin bewies seine Mannschaft noch einmal Moral. In der Endphase war Holzheim um einen guten letzten Eindruck bemüht und reduzierte den Rückstand noch auf vier Treffer.
Zum letzten Mal im Dress der Hausherren liefen Marcel Schenk und Bastian Grandpierre auf, die den Verein in der Sommerpause verlassen. Apropos verlassen: Die Landesliga nach unten verlassen müssen definitiv die Absteiger TSG Oberursel, HSG Goldstein/Schwanheim, HSG Wettenberg II und die TSG Eppstein, ab Sommer unter der sportlichen Verantwortung des ehemaligen Holzheim-Trainers Thomas Scherer. Sollte zudem Hessenmeister TV Kirchzell in der Relegation den Aufstieg in die 3. Liga verpasste, würde es auch noch die HSG Lollar/Ruttershausen erwischen.

Holzheim: Linke, Fischer, Marcel Schenk - Nink (2), Moos (4), Becker, Lazzaro (2), Wolfgram (3), Dettling (6), Grandpierre (1), Maximilian Schenk (2/1), Jakobi (1), Friedrich, Schwarz (3).
Linden: Rocksien, Schindowski - Nober (1), Jung (1), Müller (5), Vogel (4), Wrackmeyer (3), Mühlhans (3), Berger (2), Loh, Höhn (4), Grundmann (5/1).
Schiedsrichter: Simon Hoffelner/Vinzenz Krell (HSG Kinzigtal).
Zuschauer: 280.
Siebenmeter: 3/1:3/2.
Zeitstrafen: 2:1.


Frauen, Bezirksliga A:
FSG Holzheim/Limburg - HSG Seckbach/Eintracht  21:18 (14:11)

Im Spiel gegen eine der stärksten Mannschaften der Rückrunde zeigte sich die Spielgemeinschaft von der ersten Minute an hellwach. Den 3:0-Start verteidigte man bis zum Schlusspfiff. Mit dem Duo Jutta Hörr und Marlene Lehmann zwischen den Pfosten verfügte Holzheim/Limburg über einen soliden Rückhalt über die gesamte Spielzeit. Während die Gastgeberinnen im Abwehrmittelblock phasenweise nicht die Stabilität wie sonst ausstrahlten, zeigten sie vor allem in der ersten Hälfte ein variantenreiches Angriffsspiel mit Tempospiel, Außen- und Kreisabschlüssen. Dazu kam eine hohe Wurfeffektivität. Da die Spielgemeinschaft auch in der zweiten Hälfte die Gäste bis auf maximal  zwei Treffer herankommen ließ und der Rückraum mit Rebecca Burghardt und Joanna Hien auch weiterhin erfolgreich abschloss, brachte sie den Vorsprung sicher über die Runden. Auch hatte die Mannschaft im Laufe der Saison ausreichend Lösungsstrategien entwickelt, um sich von taktischen Umstellungen der Gäste nicht überraschen zu lassen. Erfreulich für Trainer Stephan Hien war auch die große Anzahl an Torschützinnen und dass man mitlerweile die Ausfälle von wichtigen Spielerinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kompensieren kann. Der Lohn dafür ist ein guter fünfter Platz in der Abschlusstabelle. Trainer Stephan Hien freute sich besonders, neben dem Sieg und der guten Saisonplatzierung, dass zu seinem letzten Spiel als Trainer nach vier Jahrzehnten Trainertätigkeit in Saarbrücken und Holzheim so viele ehemalige Spielerinnen den Weg ins Diezer Sportzentrum gefunden hatten. Nach dem Spiel wurde der Saisonabschluss noch ausgiebig gefeiert.
Tore für Holzheim/Limburg: Joanna Hien (8/3), Rebecca Burghardt (3), Katharina Kolter (3), Nadine Nickel (2), Theresa Schramm (1), Joy Fetter (1), Anna Lang (1), Rabea Spriestersbach (1), Maren Korn (1).


Männliche A-Jugend, bezirksinterne Oberliga-Vorqualifikation:
Die A-Jugend des TuS Holzheim hat die bezirksinterne Vorqualifikation zur Handball-Oberliga verlustpunktfrei gemeistert. Nach Siegen über die JSG Wehrheim/Obernhain (13:12), den PSV Grün-Weiß Wiesbaden (21:15), die JSG Schwarzbach (11:10), die JSG Eppstein/Langenhain (28:9) und die HSG MainHandball (22:9) stand die von Gunter Ohl und Stefan Wolfgram trainierte Mannschaft auf Rang eins der Fünfergruppe und schaffte somit den Einzug in die nächste Runde. Wie es die Ergebnisse schon zeigen, hatte Holzheim in den ersten drei Begegnungen, die am Maifeiertag in eigener Halle ausgetragen wurden, doch einige Mühe. „Vielleicht hat sich die Mannschaft selbst zu sehr unter Druck gesetzt", kommentierte Ohl, der mit der Leistung nicht zufrieden war. Den zweiten Teil absolvierten die Ardecker dann deutlich souveräner. Mit sicherem Zusammenspiel und viel weniger Fehlern ließ man Eppstein/Langenhain und MainHandball keine Chance. „Wir waren in allen Bereichen die klar bessere Mannschaft und haben überzeugende Leistungen abgerufen", freute sich Ohl.
In der nächsten Qualifikationsphase sollen dann mit Timo Baby und Lukas Fischer auch zwei verletzungsbedingt ausgefallene Leistungsträger wieder mitwirken können. Sie wurden durch die B-Jugendlichen Paul Ohl, Philipp Waldforst, Philip Würz und Benjamin Ohl ersetzt.
Tore für Holzheim: Finn Langenau (23/9), Finn Meffert (7), Paul Ohl (24/1), Lucas Vollmert (1), Philipp Waldforst (9), Philip Würz (9), Kyle Wöltche (5), Julius Meffert (1), Felix Chodykin (10), Jakob Mickisch (4), Benjamin Ohl (2).


Männliche C-Jugend, bezirksinterne Oberliga-Vorqualifikation:

Durch den ersten Platz in der Vorqualifikation hat die Holzheimer C-Jugend nun die Chance, sich für die Oberliga zu qualifizieren. Die beiden Trainer Martin Horn und Miguel Esteves waren überaus zufrieden mit der  Leistung der gesamten Mannschaft. „Die Mannschaft präsentierte sich nach der kurzen Vorbereitungszeit insgesamt sehr geschlossen, harmonisch und auch konditionell gut aufgestellt. Vor allem standen die Spieler füreinander ein, das war eine unserer ganz großen Stärken“, freuten sie sich über fünf Siege in fünf Begegnungen.
Nach den drei Siegen am Maifeiertag über die HSG Hochheim/Wicker (18:16), die JSG Schwarzbach (21:14) und die JSG Eppstein/Langenhain (19:12) galt es in Münster, einen der ersten beiden Plätze zu belegen, um weiterzukommen.
Gegen die TSG Oberursel machte der TuS die körperliche Unterlegenheit hervorragend wett und hielt die ausgeglichene Partie offen. Bis zur 23. Minute der verkürzten Spielzeit über zweimal 15 Minuten betrugt der Abstand immer wieder nur ein, zwei Tore. Allerdings kam danach eine unkonzentrierte Phase im Holzheimer Spiel und die Partie ging mit 14:19 verloren. Nicht zuletzt wegen der sehr mäßigen Chancenverwertung der Holzheimer.
Im zweiten Spiel gegen den PSV Grün-Weiß Wiesbaden wollte man die nötigen zwei Punkte zum Weiterkommen einfahren. Hier wurde schnell klar, dass Holzheim die spielerisch bessere Mannschaft ist. Zur Pause stand es 13:1. Im zweiten Durchgang wurde stärker durchgewechselt und etwas Tempo herausgenommen, sodass am Ende ein souveräner 24:7-Sieg zu verbuchen war.
Mittlerweile hatte Hochheim gegen Münster ein Unentschieden erkämpft und Oberursel besiegt, sodass das letzte Spiel gegen den hohen Favoriten Münster über das Weiterkommen entscheiden musste. Die Ardecker zeigten im richtigen Moment ihr bestes Spiel und boten Münster stark Paroli. Die Abwehr stand aggressiv und die Mannschaft kämpfte als großartige Einheit. Holzheim führte streckenweise mit drei Toren,und kontrollierte das Spiel aus einer sicheren Abwehr heraus. Münster ließ nicht locker und schaffte immer wieder den Anschlusstreffer. Nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit legte die TuS-Abwehr noch eine Schippe drauf, störte das Münsterer Spiel und der starke Joel Steckel im Tor parierte ein ums andere Mal. Im Angriff hatten sich die Gegner sehr stark auf Lasse Ohl eingestellt. Dieser ließ sich geschickt zurückfallen und ermöglichte so seinen Mitspielern größere Freiräume. Yannis Ferdinand und Christoph Horn übernahmen das Zepter, setzten ihre Mitspieler in Szene oder trafen selbst. Alle Spieler zeigten ihre Qualität im Abschluss mit einer nahezu hundertprozentigen Chancenverwertung. Holzheim zog vier Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 20:15 davon. Am Ende stand der deutliche und auch in der Höhe völlig verdiente Sieg von 23:17 für Holzheim und der Einzug in die hessenweite Qualifikation.
Holzheim: Joel Steckel, Benjamin Täger - Hannes Jemixe (3), Moritz Reusch (4), Max Schröder (4), Maxim Hölzer (7), Christoph Horn (15), Maximilian Schneider (9), Yannis Ferdinand (7), Lasse Ohl (11), Kelvin Nelcha (1).


Verfasst am 04.05.2019 22:31 von René Weiss



  
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