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Glanzloser Auswärtssieg

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
HSG Wettenberg II - TuS Holzheim  27:30 (15:19)

Die Heimmannschaft stand bereits als Absteiger fest, die Gäste waren längst gerettet – in der Partie zwischen der HSG Wettenberg II und dem TuS Holzheim am vergangenen Samstagabend ging es lediglich noch um die „Goldene Ananas“, die die Rot-Schwarzen von der Aar mit nach Hause nahmen. Beim 30:27-Sieg über die mittelhessische Oberliga-Reserve gelang Holzheim nach den Erfolgen in Heuchelheim und Oberursel der dritte Auswärtserfolg der Runde. Es war ein glanzloser vor der „Geisterkulisse“ von nur rund 50 Zuschauern in der Sporthalle der Gesamtschule Launsbach. Dass der Verband mit Heiko Heinzel lediglich einen Einzelschiedsrichter anstatt wie üblich in dieser Liga ein Gespann ansetzte, verdeutliche ebenfalls den Stellenwert der Partie.
„Aber wir wollen natürlich gewinnen, um den sechsten Platz abzusichern“, betonte TuS-Trainer Christian Bittkau. Das gelang, allerdings ohne Glanz in einer Partie, die auf überschaubarem Landesliga-Niveau verlief. Dazu trug auch bei, dass auf beiden Seiten mehrere Spieler fehlten. Bei Holzheim standen die verletzten Simon Giebenhain und Tobias Baum sowie der im Abiturstress steckende Moritz Rompel nicht zur Verfügung. „Dadurch gab es nur wenige Wechselalternativen“, beschrieb Bittkau.
Nach acht Minuten führte der TuS durch einen Treffer von Robert Dettling bereits mit 6:3, aber so einfach sollte es nicht weitergehen. Wettenberg kam auf und wendete nach zwei Zeitstrafen gegen Peter Friedrich und Nils Wolfgram das Blatt (8:7). Bei gleichem Kräfteverhältnis auf der Platte hatten die Gäste anschließend wieder Vorteile und setzten sich erneut ab – diesmal sogar auf vier beim Stand von 12:16 und fünf Treffer beim 13:18. Auch der 19:15-Pausenvorsprung der Aar-Handballer sah noch komfortabel aus. Dann wieder eine Unterzahlphase: Als Laurin Moos auf die Bank musste, schaffte Felix Kreutz in der 41. Minute den Anschluss zum 23:24 und eröffnete damit eine spannende Endphase. Dreimal glich die HSG aus (25:25, 26:26, 27:27), aber in der Endphase besaß die Bittkau-Sieben den längeren Atem. Daniel Schmitz verpasste beim Siebenmeter die Chance zur Wettenberger Führung, während Davin Nink, David Schwarz und Marco Becker mit ihren Treffern für einen Holzheimer Dreier-Lauf sorgten und den glanzlosen Auswärtssieg perfekt machten.

Wettenberg II: Ruppert, Becker - Weide (2), Stroh (1), S. Wingefeld (2/1), Büsse, M. Wingefeld (4), Gerisch, Quurck, Weidner (4), Schmitz (7/2), Kleinschmidt (2), Zimbelmann, Kreutz (5).
Holzheim: Fischer, Linke - Nink (1), Moos (2), Becker (3), Lazzaro (2), Wolfgram (5/2), Dettling (4), Grandpierre (2), Maximilian Schenk (2), Jakobi (3), Friedrich (1), Schwarz (4/1).
Schiedsrichter: Heiko Heinzel (SG Wallau/Massenheim)
Zuschauer: 50.
Zeitstrafen: 4:5.
Siebenmeter: 7/3:5/3.


Frauen, Bezirksliga A:
TuS Dotzheim - FSG Holzheim/Limburg  20:18 (11:10)

Ohne drei etatmäßige Rückraumspielerinnen musste die FSG Holzheim/Limburg die Reise zum Tabellennachbarn aus Dotzheim antreten. Umso verwunderter rieb sich Trainer Stephan Hien die Augen, dass sein Team bis zur 60. Minute die Chance auf Punkte hatte. Dotzheim ging 90 Sekunden vor Schluss in Führung, die Spielgemeinschaft erhält 35 Sekunden vor Spielende einen Siebenmeter, an den die Torfrau aus Dotzheim die Finger bekam und ihn an den Innenpfosten lenkte. Von dort sprang der Ball nicht ins, sondern vor das Tor. Die Gäste gingen auf offene Deckung über, kassierten kurz vor Schluss den 20. Treffer der Dotzheimer und mussten sich so nach einem kämpferisch herausragendem Spiel mit 18:20 geschlagen geben.
Die taktische Marschrichtung der Spielgemeinschaft im Angriff ging über weite Strecken des Spiels auf. Zum einen wollte man die beiden Kreisspielerinnen Katharina Kolter und Joy Fetter gut in Szene setzen, über Kreuzungen Tempo aufbauen und möglichst weniger technische Fehler als beim Auswärtsspiel in Frankfurt machen. Auch auf taktische Umstellungen der Dotzheimer hatte Holzheim/Limburg die passende Antwort parat. Lediglich die Tempogegenstoßabwehr ließ in den ersten 15 Minuten noch zu wünschen übrig. Danach wurde die Spielanlage immer stabiler und man setzte sich mit zwei Treffern ab. Durch unnötige Zeitstrafen kurz vor der Halbzeit verlor die Hien-Sieben den Faden und konnte die Führung nicht mit in die Halbzeit nehmen. Aber auch im zweiten Abschnitt ließ sich die FSG nicht abschütteln, blieb dran, obwohl die Wechselmöglichkeiten stark eingeschränkt waren und warf alles, was sich noch an Körnern zum Ende der Saison im Tank befand, in die Waagschale. Der Trainer attestierte seiner Mannschaft eine herausragende Einstellung und kämpferische Leistung, die neben den lobenden Worten durchaus auch Punkte verdient gehabt hätte.
Tore für Holzheim/Limburg: Joanna Hien (11/6), Joy Fetter (2), Anna Lang (2), Katharina Kolter (2), Patricia Hies (1).


Verfasst am 28.04.2019 21:36 von René Weiss



  
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