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Friedbergs Außen haben leichtes Spiel

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
TG Friedberg – TuS Holzheim  33:32 (20:16)
In 18 von 22 bislang absolvierten Saisonspielen in der Handball-Landesliga Hessen Mitte hätten dem TuS Holzheim 32 erzielte Tore zu Punkten gereicht. Erst dreimal trafen die Ardecker im Laufe dieser Saison häufiger als am Samstagabend in den 60 Minuten des Auswärtsspiels bei der TG Friedberg. Weil die Gäste jedoch – trotz ausdrücklicher Warnung von Trainer Christian Bittkau – kein Mittel fanden, die gegnerischer Außenspieler zu verteidigen, stand der B-Schein-Inhaber nach der Schlusssirene mit dem Blick ins Nichts auf dem Spielfeld. Der „Wetterau-Fluch“ hielt an. Wie schon vor einer Woche gegen den TV Petterweil verlor die Bittkau-Sieben mit einem Treffer Differenz. Diesmal mit 32:33 (16:20). „Umso bitterer, weil alle wieder 100 Prozent gegeben und in jeder Sekunde daran geglaubt haben, hier etwas mitnehmen zu können.“ Im Mittelblock war der „neuen“ Kombination mit Laurin Moos und Peter Friedrich anzumerken, dass man so nicht häufig zusammen auf der Platte stand, aber auch mit dem nachgetragenen Tobias Baum, der berufsbedingt nicht mehr am Trainingsbetrieb teilnimmt und folglich als „Joker“ zunächst nur auf der Tribüne saß, trat keine wesentliche Besserung ein. Die größte Narrenfreiheit gewährten jedoch Nils Wolfgram, Marco Becker und Bastian Grandpierre den TG-Außen Elvin Petrosanec, Niklas Musch und Razvan Vlad. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden“, ärgerte sich Christian Bittkau, der zunächst mit einer 5:1-Deckung versuchte das Friedberger Herzstück André Avemann aus dem Spiel zu nehmen, aber schnell auf die defensivere 6:0-Formation umstellte. Auch diese offenbarte ungewohnte Lücken.
So große Lücken, dass selbst Holzheims treffsichere Offensive die Abwehrschwäche nicht kompensieren konnte. Maximilian Schenk und Robert Dettling taten sich mit jeweils fünf Toren besonders hervor. Die Moral der Gäste war intakt, mehrfach hatten sie Fünf-Tore-Rückstände deutlich verkürzt. Die konditionell nachlassenden Wetterauer leisteten sich immer mehr Fehler und wankten spätestens, als Bastian Grandpierre zum 29:29 ausglich (54.). Erstmals seit dem 2:2 befand sich der TuS wieder auf Augenhöhe. Aber ausgerechnet jetzt bekamen die Rot-Schwarzen vorne das Flattern. „In den letzten fünf Minuten haben wir im Angriff die Punkte hergegeben“, kommentierte Bittkau.

Friedberg: Balazs, Merten - Zinnel (2), C. Schmidt (2), Ploner (2), Jonscher, Mahr, Reeb (2), Petrosanec (4), Vlad (6), Avemann (3/2), Gustavsson (3), Musch (5), A. Schmidt (4).
Holzheim: Linke, Marcel Schenk - Nink (1), Moos (2), Becker (3), Giebehain (3), Lazzaro, Wolfgram (6/2), Dettling (4), Grandpierre (1), Maximilian Schenk (5), Baum (5), Friedrich, Schwarz (2/1).
Schiedsrichter:
Hartmut Erben/Hartmut Wiederhold (Gensungen/Wollrode).
Zuschauer:
300.
Siebenmeter: 2/2:5/3.
Zeitstrafen: 3:5.


Männer, Bezirksoberliga:
HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II - TuS Holzheim Absage durch Holzheim

Das Gastspiel am Elsäßer Platz wäre für die Holzheimer Reserve wohl die letzte Möglichkeit gewesen, um den Abstieg in die A-Klasse abzuwenden. Nur wenn an einem Samstagabend diejenigen, auf deren Schultern die Hoffnungen ruhen, andere Prioritäten setzen, dann befindet sich für das Thema „Abstiegskampf“ offenbar kein Platz in den Köpfen der Spieler. Stattdessen scheinen sich zu viele Akteure selbst zu sagen: „Abstieg, na und?“ Holzheim sagte die Partie kurzfristig ab, die Punkte gingen kampflos in die hessische Landeshauptstadt und die zweite Garnitur von der Aar wird nach dieser Blamage in der Runde 2019/20 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Klasse tiefer spielen. „Das war im negativen Sinne der Höhepunkt dieser Saison“, zeigte sich Holzheims Trainer Stefan Wolfgram entsetzt.
Mit großer Kraftanstrengung hatte man in den vergangenen beiden Jahren im Abstiegskampf noch für ein Happy-End gesorgt. Bemühungen, die in dieser Runde seitens des spielenden (oder auch nicht spielenden) Personals nachträglich genauso mit Füßen getreten werden, wie der Einsatz derjenigen - unter anderem die Spieler aus der 1. Mannschaft, die aushalfen, wann immer es ging -, die immer den Kopf hinhielten.


Frauen, Bezirksliga A:
TuS Nordenstadt II - FSG Holzheim/Limburg  13:15 (5:8)
Mit dem Auswärtsspiel in Nordenstadt machte das Frauenteam aus Holzheim und Limburg einen riesigen Schritt Richtung Klassenverbleib. Die FSG legte über weite Phasen mit einer stabilen Abwehr sowie gutem Rückzugsverhalten den Grundstein zum Erfolg. Mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft versuchte Nordenstadt die Hoffnung auf zwei wichtige Punkte am Leben zu halten. Im Angriff setzte allerdings die Spielgemeinschaft über erste und zweite Welle richtig gute Akzente dagegen. Nur dem gebundenen Positionsspiel im Angriff fehlte komplett die Tiefe, sodass man sich nicht entscheidend absetzen konnte. In der zweiten Hälfte unterbanden die Gastgeberinnen das Umschaltspiel der Mannschaft von Stephan Hien, sodass sich ein zähes Spiel entwickelte, in dem Nordenstadt spätestens beim 11:12 wieder alle Chancen hatte. Trotz lautstarker Zuschauerunterstützung für das Heimteam behielten die Kombinierten die Ruhe, und die Rückraumreihe mit Lisa Fudickar, Anna Lang sowie Rebecca Burghardt entwickelte nun Zug zum Tor, sodass man sich wieder auf drei Treffer absetzte. Auch eine offensive Verteidigung der Nordenstädter richtete keinen Schaden mehr an. „Auch, wenn das heute über weite Strecken ein schwächeres Spiel von uns war, bin ich hochzufrieden, dass wir jetzt, vier Spieltage vor Saisonende, schon mehr Punkte als in der letzten Saison eingefahren haben. Damit war vor Saisonbeginn nicht zu rechnen," resümierte der Trainer.
Tore für Holzheim/Limburg:
Rebecca Burghardt (6), Lisa Fudickar (4/1), Joanna Hien (3/1), Anna Lang (1), Katharina Kolter (1).


Männliche A-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim - HSG MainHandball  45:24 (19:10)
Im letzten Heimspiel der Saison traf die männliche A-Jugend auf den Tabellenletzten HSG MainHandball. Von Beginn an setzten sich die Holzheimer ab, ließen aber im Abwehrbereich oft die letzte Konsequenz vermissen. Auch im Angriff wurden noch zu viele Bälle vergeben, um frühzeitig alles klar zu machen. Trotzdem ging man mit einem beruhigendem 19:10-Vorsprung in die Halbzeitpause. Im zweiten Abschnitt verlegte sich der TuS mehr und mehr auf Ballgewinne und schnelles Umschaltspiel, dem die Gäste nichts entgegenzusetzen hatten. Schnell vergrößerten die Einheimischen den Vorsprung und präsentierten den Zuschauern einige Kabinettstückchen. Gelungene Kreisanspiele, Tore nach Kempatrick und viele Gegenstoßtore waren die Folge. Leider wurde dabei immer weniger Wert auf die Abwehrarbeit gelegt und mehrfach stürmten zwei, drei Spieler aus dem Abwehrblock, um Pässe des Gegners abzufangen. Wenn dies nicht gelang, konnten die nie aufgebenden Gäste leicht ein Tor erzielen, was insbesondere den Torleuten gar nicht schmeckte. Aber im letzten Heimspiel stand Spielfreude im Vordergrund, sodass am Ende ein deutlicher 45:24-Erfolg heraussprang.
„Erfreulich, dass alle Feldspieler Tore erzielten. Auch Bastian Arnolds durfte trotz mangelnder Trainingszeit nach langer Verletzung sein erstes Saisonspiel bestreiten und trug sich viermal in die Torschützenliste ein", so Trainer Stefan Wolfgram.
Holzheim: Leonhard Klein, Felix Lotz - Bastian Arnolds (4), Timo Baby (6), Felix Chodykin (6), Finn Langenau (4), Finn Meffert (3), Julius Meffert (6), Nils Riksen (4), Nils Steinbach (5), Kyle Wöltche (5), Philipp Würz (2).


Männliche C-Jugend, Bezirksoberliga:
TV Petterweil - TuS Holzheim 27:28 (13:14)
Nach dem Gewinn der B-Jugend-Landesliga-Meisterschaft holte Holzheims C-Nachwuchs in der Bezirksoberliga den nächsten Titel an die Aar. Der letzte Schritt gegen den TV Petterweil erwies sich dabei als einer der schwersten. „Wir haben unser Ziel erreicht und die Meisterschaft eingefahren. Das Spiel hatte allerdings wenig Positives. Wir bekamen kaum Zugriff auf den linken Petterweiler Rückraum und agierten auch allgemein in der Abwehr unaufmerksam. Im Angriff übernahmen einige Spieler keine Verantwortung und schoben den Ball nur weiter“, hatte Trainer Jakob Grünewald nach dem knappen 28:27-Sieg in der Wetterau doch einiges auszusetzen. Einzig Lasse Ohl und Christoph Horn zeigten Zug zum Tor. Nach zehn Minuten war den Holzheimern bereits klar, dass sie bei weitem nicht ihr eigentliches Leistungspotenzial ausschöpfen könnten. „Es ging darum, irgendwie zu gewinnen“, schilderte Grünewald. Holzheim lag zwar die meiste Zeit über in Führung, konnte sich aber nie absetzen und stand nach 35 Minuten beim Stand von 20:19 für die Gastgeber endgültig unter Zugzwang. Wenn die Ardecker gefordert waren, lieferten sie ab und legten in den wichtigen Augenblicken immer ein Tor nach. Das 25:28 durch Tom Mittler bedeutete die Vorentscheidung auf dem Weg zur Meisterfeier.
Holzheim: Julius Quint, Joel Steckel - Hannes Jemixe (3), Nils Jäger (1), Tom Mittler (5), Lewin Rutkowski (1), Yannis Ferdinand (3), Lasse Ohl (12/1), Christoph Horn (3), Max Schröder.


Weibliche C-Jugend, Bezirksoberliga:
TuS Holzheim – TSG Eppstein  34:29 (17:14)
Wie schon vor einer Woche in Frankfurt brauchte Holzheim auch in eigener Halle gegen Eppstein einige Zeit, um seinen Rhythmus zu finden, sodass die TSG zwischenzeitlich mit 9:4 in Front lag. Dieser Rückstand rüttelte das von Leon Bühler und Bastian Arnolds betreute Team (Joanna Hien befand sich zur gleichen Zeit mit der Frauenmannschaft im Einsatz) wach. Der TuS glich beim 12:12 wieder aus und setzte sich bis zur Pause mit 17:14 ab. Umstellungen in der Abwehr und das entdeckte Kämpferherz machten Holzheim stark. So wurde Eppstein im zweiten Durchgang stets auf Distanz gehalten. Näher als auf zwei Treffer kamen die Gäste nicht mehr heran.
Holzheim: Lisa Arbogast, Clara Reusch, Hannah Würz (5), Viktoria Reusch (12), Hannah Krohn (1), Katharina Heun, Nuran Akdeniz, Paula-Marie Stein, Leonie Lehmann (15/1), Maria Kiessling.


Männliche D-Jugend, Bezirksoberliga:
TSG Münster - TuS Holzheim  33:21 (15:8)
Als wäre die Aufgabe bei der stärksten Mannschaft der Bezirksoberliga nicht schon schwer genug, standen Holzheim als zusätzliches Handicap lediglich zwei Auswechsler zur Verfügung, weil unter anderem Moritz Reusch krankheitsbedingt ausfiel. Bis zum 4:4 gestaltete der TuS das Spiel gegen die kombinationssichere und spielstarke TSG ausgeglichen. Dann schlichen sich im eigentlich guten und konzentrierten Holzheimer Spiel kleine Fehler und Unachtsamkeiten ein. Diese nutzte Münster konsequent und zog bis zur Halbzeit auf 15:8 davon.
Nach der Pause setzte sich das Spiel auf hohem D-Jugend-Niveau genauso fort wie in der ersten Halbzeit. Holzheim steckte zunächst nicht auf und wehrte sich gegen den sehr gut aufspielenden Spitzenreiter, der auch weiterhin jede Unkonzentriertheit der Ardecker eiskalt bestrafte.
„Heute war Münster einfach das bessere Team, spielte wirklich nahezu fehlerlos und hat verdient gewonnen. Uns merkte man am Ende auch die Müdigkeit aufgrund der fehlenden Wechselmöglichkeiten an“, so das anerkennende Fazit der Holzheimer Trainer Martin Horn und Miguel Esteves, die dem Gegner zum Bezirksmeistertitel gratulierten.
Holzheim: Benjamin Täger, Marlon Schwarz - Timo Jüngst, Samuel Scharpf, Maxim Hölzer (5), Christoph Horn (10), Finn Öhlschläger, Leon Neusel (4),  Kelvin Nelcha (1), Valentin Manke (1).


Männliche D-Jugend, Bezirksliga B:
TSV Auringen – TuS Holzheim II  17:26 (13:14)
„Erste Klasse Jungs", lobte Trainer Nils Öhlschläger sein Team nach dem Sieg gegen den TSV Auringen, der mit Beleidigungen und unschönen Fouls kein Ruhmesblatt abgab. Doch ließ sich der TuS nicht aus der Fassung bringen. Auf Augenhöhe fing man gegen den Tabellenzweiten an. So stand es in der Halbzeit 13:14 für die Reserve von der Aar. Diese Führung gab viel Selbstvertrauen für den zweiten Durchgang, in dem Holzheim aggressiv verteidigte und im Angriff überlegt seine Chancen suchte, sodass ein klarer Vorsprung entstand.
Holzheim: Luis Guio Gätjens, Julie Mrochen, Christian Lanz, Nici Buss (5), Leonhard Schmidt (2), Lenn Reinecke, Konstantin Schnatz (8), Finn Öhlschläger, Simon Fennig (8), Atakan Bulut (2), Robin Kett (1), Jan Luca Seiffert.


Verfasst am 24.03.2019 10:54 von René Weiss



  
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