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Den Bann gegen Lang-Göns gebrochen

Spielberichte vom Wochenende

Männer, Landesliga:
TSV Lang-Göns - TuS Holzheim 24:27 (11:14)
Der Bann ist gebrochen. Im vierten Aufeinandertreffen beider Vereine gingen Holzheims Handballer erstmals als Sieger vom Feld. Gleichzeitig untermauerten sie den vierten Tabellenplatz in der Landesliga und sind nun der MSG Linden mit einem Zähler Rückstand auf den Fersen.
Stellt man einen Vergleich mit dem Hinspiel an, dass die Mittelhessen bekanntlich mit 27:25 in Diez gewannen, so wird deutlich, wo die Vorteile dieses Mal lagen. Das Trio Jänicke, Weiß und Weigel erzielte im Oktober 15 der 27 Treffer und ging dieses Mal völlig leer aus. Während Jänicke am Samstagabend gar nicht auflaufen konnte, hatte Holzheims Defensive  die beiden anderen Spieler völlig unter Kontrolle. Überhaupt muss man eine Leistungssteigerung bei der Torverteidigung der Ardecker feststellen. Vor einigen Monaten wäre ein solches Spiel vermutlich 34:37 ausgegangen. Bis zur 19. Minute neutralisierten sich beide Kontrahenten und es stand 10:10 unentschieden. Dann verriegelten die Gäste ihr Gehäuse für sieben Minuten und kamen zu einem Zwischenspurt mit vier Treffern in Folge. Marcel Schyga erwies sich dabei einmal mehr als sicherer Vollstrecker aus sieben Metern mit drei Erfolgen und Lennard Hien mit einem Tor. Überhaupt schien sich der schnelle Rückraumakteur des TuS, der beruflich bedingt das Holzheimer Trikot zum letzten Mal in der laufenden Runde trug, einiges für seine Abschiedsvorstellung vorgenommen zu haben.
Lang-Göns verkürzte drei Minuten vor der Pause zum 11:14-Halbzeitstand.
Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs verliefen recht ereignisreich. Zunächst sorgte der lange Moritz Schneider dafür, dass der Drei-Tore-Abstand gleich blieb. Beim Stand von 13:16 zeigte ausgerechnet Schyga ungewohnte Schwächen von seiner Lieblingsposition und scheiterte zweimal innerhalb von 45 Sekunden vom ominösen Punkt. Lennard Hien sorgte nach einer fünfminütigen torlosen Phase für die erste Vier-Tore-Führung beim 17:13. Mit Marco Becker entdeckten die Gäste dann einen neuen unbekannten Schützen bei den Strafwürfen, und der Linkshänder aus Eschhofen machte seine Sache fehlerlos. In der 45. Minute ließ der gleiche Spieler dann sogar 19:14 folgen und Lang-Göns nahm sofort die Auszeit. Diese Maßnahme schien sich vier Minuten später schon als richtig erwiesen zu haben, denn den Hausherren gelang der 19:20-Anschlusstreffer. Nun musste Matthias Hieronimus mit der grünen Karte nachziehen, und auch er sollte damit richtig liegen. Marco Becker hatte am Besten zugehört. Mit dem nächsten Siebenmeter und einem Feldtor baute er die knappe Führung wieder aus. Bis fünf Minuten vor dem Ende blieb das Spiel auf des Messers Schneide und es hieß 22:23. Dann machten Baum, Dettling und Hien aber den Deckel zu und sorgten für den ersten Erfolg gegen die Mittelhessen, die dieses Mal nicht an die Hinrundenform anknüpfen konnten.

TuS Holzheim:
Linke, K. Fischer - Moos, Ohl, Schyga (7/5), Becker (5/3), Giebenhain (1), Hien (4), Schneider (6), Wolfgram, Dettling (1),  Schenk (2), Meffert, Baum (1).
Schiedsrichter:
Michael Osternig / Dominik Schäfer (HSG Dornheim/Groß-Gerau).
Zuschauer: 100.
Siebenmeter:
3/1:10/8.
Zeitstrafen:
3:2.


Männer, Bezirksoberliga:
TSG Münster II - TuS Holzheim II  37:28 (21:13)
Die zweite Mannschaft des TuS Holzheim hat es ein weiteres Mal verpasst einen Big Point zu landen und nach zuletzt aufsteigender Form gegen einen unmittelbaren Konkurrenten verloren. Die Voraussetzungen eigentlich gut. Nach dem Aufwärmen gaben die beiden angeschlagenen Leistungsträger Nils Wolfgram und Frank Dittmar grünes Licht und waren voll einsatzfähig. „Die Einstellung der gesamten Mannschaft hat heute gestimmt, allerdings war Münster die cleverere Mannschaft, hatte auf jede Spielsituation die passende Antwort und bestrafte nahezu jeden unserer Fehler eiskalt", beschrieb Trainer Christian Bittkau. Die Gastgeber bestimmten das Geschehen von Beginn an, lagen bereits nach zwölf Minuten mit fünf Toren vorne. Dabei war das größte Handicap der Holzheimer diesmal nicht das Zusammenspiel in der Offensive, sondern vielmehr die Zusammenarbeit in der Defensive und das Torwartspiel dahinter. Die Gastgeber konnten ihre Angriffe geduldig vortragen und nutzten jede sich bietende Einwurfgelegenheit konsequent. Unter anderem begünstigt durch zwei unnötige Zeitstrafen wuchs der Zwischenstand an, und der TuS lag zur Pause mit acht Toren hinten. Für die zweite Halbzeit hatten sich die Gäste einiges vorgenommen. Mit einer offensiveren Deckungsvariante, in der man die beiden Hauptakteure der Münsterer vom Spielgeschehen isolierte, hatte zunächst Erfolg. DIe Ardecker reduzierten den Rückstand bis zur 40. Minute auf 24:20. In den folgenden Minuten fiel dann aber die Vorentscheidung zugunsten der TSG. Bei den Gastgebern nahmen andere Spieler das Zepter in die Hand, während die Holzheimer zu viel auf einmal wollten und durch die technischen Fehler das Gegenteil erreichten (29:21, 47.). Danach schaffte die Bittkau-Sieben noch einmal drei Tore in Folge, doch auch darauf hatte Münster die passende Antwort und ging so als der verdiente Sieger von der Platte.
„Wir haben heute alles versucht, aber egal welche Deckungsformation oder welcher der drei Torhüter auf dem Feld stand, nichts davon konnte die endgültige Wende herbeiführen", kommentierte der Trainer.
Tore für Holzheim: Koch (7), Dittmar (6), Wolfgram (5/2), Ohl (4), Esteves (3), Moos (2), Moog (1).


Frauen, Bezirksoberliga:
TSG Oberursel II - FSG Holzheim/Limburg  30:23 (14:11)
Die Frauenspielgemeinschaft reiste nur mit einer Rumpftruppe, sprich sechs Feldspielerinnen und zwei angeschlagene Auswechselspielerinnen nach Oberursel und lieferte ein beachtliches Spiel ab. Bis zum 25:21 war man in Schlagweite und hätte man nicht einige Großchancen ausgelassen, wäre das Spiel bis in die Schlussminuten spannend gewesen. So fiel die Niederlage am Ende zu deutlich aus. Mit großer taktischer Disziplin, allerdings auch mit einigen völlig überflüssigen technischen Fehlern, die den Gegnern einfache Tor ermöglichten, hielt die FSG in der ersten Halbzeit dennoch gut dagegen. Die Rückraumachse mit der immer besser werdenden Jennifer Nieke, Pascale Heep und Joanna Hien ließ sich einiges einfallen, um Oberursel vor Aufgaben zu stellen. Auch wenn man mit dem Halbzeitpfiff noch einen Siebenmeter liegen ließ, waren die Gäste mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden. Nach der Pause startete sie in Überzahl, wussten diese Chance allerdings nicht für sich zu nutzen. Oberursel setzte sich auf fünf Treffer ab und verwaltete diesen Vorsprung bis in die Schlussphase. "Diese starke kämpferische und phasenweise spielerisch gute Leistung lässt für die nun anstehenden Abstiegsspiele doch noch hoffen", so Trainer Stephan Hien.
Tore für Holzheim/Limburg: Jennifer Nieke (9/2), Pascale Heep (7/3), Joanna Hien (3), Nadine Würmlin (3), Irina Friedrich (1).


Männliche C-Jugend, Oberliga:
TuS Holzheim - HSG Wallau/Massenheim  21:35 (6:14)
Die Mannen von Heiko Ohl hatten sich gegen den Tabellenzweiten aus Wallau viel vorgenommen. Doch nach der 2:1-Führung der Gastgeber ließen die Ländcheshandballer den Ardeckern keine Chance mehr. Aus einer sehr starken Abwehr heraus liefen sie einen Überlaufangriff nach dem anderen und trafen acht Mal in Folge zum 9:2. Begünstigt durch viele technische Fehler im Aufbauspiel der Holzheimer, konnten diese in der Folgezeit nicht näher herankommen. Mit 6:14 ging es in die Pause. Zu Beginn der zweiten Hälfte das ergab sich das gleiche Bild. Holzheim fand nur selten die Lücken in der Wallauer Deckung, die ihrerseits immer wieder durch 1:1-Aktionen zum Erfolg kamen. Nach dem 25:11 in der 37. Spielminute ließ beim Favorit aus dem Taunus die Konzentration etwas nach, und die Gastgeber konnten das Spiel bis zum Ende hin ausgeglichen gestalten. Insgesamt vermisste Trainer Heiko Ohl die Einstellung seiner Jungs, die viel zu früh die Köpfe hängen ließen.
Tore für Holzheim: Finn Meffert (6), Finn Langenau (6), Felix Chodykin (2), Lennart Korn (3), Jakob Mickisch (1), Paul Ohl (1), Benjamin Ohl (1), Philip Würz (1).


Männliche C-Jugend, Bezirksliga B:

Männliche D-Jugend, Bezirksliga B:
TuS Holzheim - TSV Auringen  10:31 (4:12)
Wie schon vor einer Woche gegen Bad Camberg wurden seitens Holzheim zu viele Phasen im Spiel verschlafen. So kassierte man in den ersten zehn Minuten einen 0:8-Lauf, ehe der TuS sein erstes Tor erzielte. In den letzen zehn Minuten der ersten Halbzeit und in den ersten fünf Minuten nach der Pause zeigte die Mannschaft hingegen eine wirklich gute Leistung. In diesem Zeitraum konnte der Abstand auch noch ein wenig verkürzt werden. Doch danach lief nichts mehr zusammen. sowohl im Angriff als auch in de Abwehr wurde zu halbherzig and Werk gegangen. „Wir müssen es einfach schaffen über 40 Minuten konstant zu spielen", fordert Trainer Laurin Moos.


Männliche E-Jugend, Bezirksliga:
HSG Goldstein/Schwanheim - TuS Holzheim  120:224 Torpunkte (20:28 Tore)
Die derzeitige Krankheitswelle hat von der Holzheimer Mannschaft nur noch sieben Spieler übrig gelassen. Mit Elias Schmirl, Kelvin Nelcha, Timo Jüngst, Finn Öhlschläger und Leon Neusel fehlten fünf Leistungsträger. Zur Verstärkung schnupperten aus der E2 Benjamin Täger, Kevin Titze und Nicolas Buss  erstmals in der höheren Spielklasse Luft. Sie machten ihre Sache sehr gut und waren eine echte Hilfe und Unterstützung.
Zu Beginn der Partie merkte man das Fehlen der Stammspieler deutlich. Holzheim kam nicht richtig in Fahrt, leistete sich technische und Abspielfehler. Auch beim Torabschluss agierte man zu nachlässig und nicht druckvoll genug. Die Quittung: Die Hausherren blieben immer direkt an den Gästen führten zwischenzeitlich sogar. Mit dem Zwischenstand beim 11:11 ging es in die Kabinen.
Der schon beinah traditionelle Weckruf in der Halbzeit durch Trainer Martin Horn fruchtete dann offensichtlich. Die zweite Halbzeit nun im Modus 6 gegen 6 startete deutlich besser für den TuS. Die Abwehr agierte nun konzentrierter und konsequenter. Benjamin Täger, der jetzt im Tor stand, parierte einige klare Chancen und gab der Mannschaft einen sicheren Rückhalt. Die Torchancen wurden deutlich besser genutzt. Die Holzheimer Jungs spielten sich immer besser miteinander ein, zeigten schönen, temporeichen Handball. Immer wieder fingen sie Bälle bereits an der Mittelinie ab und kamen durch schnelles Spiel über den Kreis zu sicheren Torerfolgen. Auch die Spieler der E2 zeigten bei ihrem ersten Einsatz eine richtig gute Leistung. Vor allem in der Abwehr hatten sie ihre Gegenspieler jederzeit gut im Griff. Holzheim zog über 13:16 und 16:25 davon. So stand beim Schlusspfiff dann ein deutliches 20:28 (140:224 Torpunkte) für Holzheim auf der Anzeige.
Martin Horn war mit der Leistung vor allem unter den Umständen insbesondere in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden.
Holzheim: Okan Eroglu (4), Moritz Reusch (4), Maxim Hölzer (1), Christoph Horn (8), Samuel Scharpf (2), Leonhard Schmidt (2), Valentin Manke (6), Nicolas Buss, Benjamin Täger (1), Kevin Titze.

Verfasst am 19.02.2017 18:40 von René Weiss



  
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